Mittwoch, 26. Dezember 2012

Werkstatt Umgestaltung 1. Teil - Ausräumen

Hallo lieber Leser,

wie Ihr hier Ist - Aufnahme - Werkstatt des Grauens  nachlesen könnt, wurde es Zeit, die Werkstatt erst einmal auszuräumen, und den Raum vom Alltagshandwerkermuff zu befreien.

Dieses Unterfangen ist gar nicht so einfach. Weil in einer 20 Jahre alten Werkstatt, in der ein Haus-Neubau realisiert wurde, horten so einige Schätze. Allerdings stößt man auch auf alte Gibssäcke, Fliesen Pakete, Abflussrohre und sonstigen Kram.

Da die Werkstatt nun aber den Schwerpunkt das Holzwerken bekommen soll, ging ich erst einmal daran, den Raum leer zu räumen. Den ganzen Kram, den man nur alle paar Monate / Jahre braucht, habe ich kurzerhand auf dem Dachboden zwischengelagert. Damit war ich zwei Tage beschäftigt.

Nachdem das Gerümpel draußen war, fand meine neue Säge zumindest einmal annähernd Platz in dem Raum.

Aber das große Problem war die alte L-Werkbank, die auf der ganzen Länge im Raum tronte. Geschüsselt hat sie auch schon, sodass es eigentlich nicht schade um die Werkbank ist. Und der Durchgang zwischen Bank und Säge waren gerade mal 1 Meter.









Hier ein Foto aus derselben Perspektive, wie zu Beginn des Posts.






Ein Zufall ergab, das in meiner Firma eine alte Werkbank frei wurde. Diese wurde kurzerhand nach Hause befördert.


Es ist, einmal abgesehen von dem "Metallergrün", eine wunderbare Werkbank mit einer 2000x800x50 mm starken keilverzinkten Buchestabplatte. Die Platte ist sehr schwer, und da Gestell ist auch aus Buche.
Durch das harte Holz und das Gewicht der Werkbank, werden zum Bsp. Hammerschläge ohne Vibration auf den Betonboden abgeleitet. Wunderbar. Desweiteren ist sie 90 cm hoch und hat somit die perfekte Arbeitshöhe.

Allerdings hat mich das Grün ein paar Nächte nicht schlafen lassen. Ist es ganz und gar Holzwerker untypisch. Eigentlich ein NoGo. Pläne von einer Hobelbank wurden im Kopf geschmiedet. Aber wie soll man eine Hobelbank bauen, wenn die Werkbank noch in der Garage steht. Man muss also erst einmal anfangen.

Daher habe ich entschieden, ich brauch erst einmal eine funktionale Werkbank, um weitermachen zu können. Das Gestell kann ich später immer noch austauschen.

Da die Oberseite der Werkbank ziemlich verölt und verbohrt ist, habe ich sie umgedreht. Die Platte ist perfekt gerade in alle Richtungen. Was mir sehr wichtig ist. Auch die Oberfläche ist fast perfekt sauber. Der Rest kann weggeschliffen werden und dann kann die Platte geölt werden. Dadurch wird sie unanfälliger gegen Holzleim und Farbklecksen.

Allerdings hat die Rückseite - Jetzt Vorderseite drei Fehlstellen.

Für diese Fehlstellen werde ich in nächster Zeit , meine mir ausgedachte Aufarbeitung der Oberfläche posten.





Kurz gesagt - Rechteck 17 mm tief rausfräsen und neue Rechteckplatte 18 mm einleimen und bündig  
schleifen.

Da die Fehlstellen mittig in der Platte sind, wird die Reparatur reine Kosmetik und muss keinerlei Kräfte aushalten.
                                                 


So, wie bereits oben beschrieben, habe ich nun die Werkbank eingeräumt. Wie schon erwähnt, das grüne Gestell wird später ausgetauscht.



                             
In der ersten Schublade sind jetzt Hand-Messzeuge und Winkel unter gebracht. Schreibmittel und meine Maßbänder 2m, 3m, 5m.





Die Zweite wurde vorerst mit Schleifmittel gefüllt. Dies wird sich aber in Zukunft noch ändern.



















Die dritte Schublade wurde mit meinen Akkuschrauber gefüllt. So habe ich meine wichtigsten Werkzeuge immer an der Werkbank.

Mehr über die "Zwei" könnt Ihr hier nachlesen.

Festool CXS


Nächste Schritte in den nächsten Wochen:

  • Die kleine Werkbank (1400x600 mm),  die noch aus dem "L" übrig ist, werde ich nun als Nächstes aufarbeiten und als reinen Montagetisch und Outfeedtable (Zusatztisch) für meine Kreissäge umbauen. Daher wird sie auf Rollen gestellt. 
  • Wände streichen
  • Holzboden verlegen. Respektive Laminat, aufgrund seiner industriellen Nutzungseigenschaften. Auch das saugen funktioniert hervoragend.
  • Beleuchtung aufbessern
  • Kleinere Werkstattmöbel bauen. Diese wenn möglich alle auf Rollen



Es gibt viel zu tun. Ich lasse es nicht liegen.

Aber davon mehr im nächsten Post.

Vielen Dank, das Sie mich, verehrter Leser, besucht haben,

es grüßt

Allwaysworks


Und hier geht es weiter: Raus aus dem Beton



Kommentare:

  1. Ahh kommt mir bekannt vor.
    Ich hab da noch ein Tipp: Niemals aufgeben! :D Hinterher freut man sich tierisch über eine schöne Werkstatt.
    Denk beim Umbau auch an das Licht, das wird schnell vergessen, ist aber wichtig.

    Grüße

    Michael

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  2. Hallo Michael,

    vielen Dank für den Tipp mit dem Licht. Aber ich als Elektriker hab da schon dran gedacht. Jetzt gilt es erstmal den "Weltkriegsschutzkellerflair" zu beseitigen.

    Gruß Andi

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Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.