Sonntag, 24. Februar 2013

Projekt: Tischansteckplatten-Regal - 2. Teil

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

schön das Sie sich für den zweiten Teil zum Bau meines Tischansteckplatten-Regals interessieren. Nach dem es im 1. Teil um den Zuschnitt und Zusammenbau der Rahmen ging, habe ich mich heute mit dem Fertigen des Sockels und der Endmontage und mit dem Ölen der Regale beschäftigt.





Zuerst habe ich das Material für den Sockel auf der Tischkreissäge geschnitten und probehalber zusammen gestellt. Es passt.












Da ich den Sockel von unten mit Pocketholes verbinden möchte, habe ich zunächst die Bohrungen mit dem Wolfcraft UndercoverJig gefertigt. Die Bohrungen haben mich ehrlich gesagt enttäuscht.

Habe ich mit dem UndercoverJig bis zu diesen Löchern erst 15 Bohrungen durch geführt. Das ausfransen führe ich auf das doch so weichen Holzes zurück und auf einen stumpfen Bohrer. Was nach 15 Bohrungen nicht gerade eine Glanzleistung für Qualität darstellt.


Nach dem bohren der Teile habe ich sie mit der Gehrung nach unten auf die Werkbank gelegt und mit Packetklebeband verklebt. Die Gehrungen sind leicht übergestanden.




Hier sieht man die zum verleimen vorbereiteten Teile. Die Leimzugabe darf meines Erachtens nicht zu dick sein, sonst bekommt man die Gehrung nicht dicht.












Um dem Sockel mehr Stabilität geben habe ich noch eine Zusatzleiste mit eingeleimt. Das machte es leichter den Sockel in den rechten Winkel zu bekommen. Verleimt wurde mit Ponal Wasserfest.










Das verleimen mit Klebeband hat mal wieder sehr gut geklappt. Gehrungen machen eigentlich Spaß, wenn es so gut klappt. Was ich gelernt habe:

  • Vorbereitung ist alles
  • Alle Werkzeuge und Hilfsmittel müssen zur Hand sein
  • Ruhe
  • Ruhe
  • Geduld
  • Fertig







Zunächst wurde der Sockel mit seinem Deckel mittels Spanplattenschrauben verschraubt unter Zugabe von Leim.










Hier ein Bild des fertigen Sockels, der mit Korn 80, 120, 180, 240 geschliffen wurde.



























Beim nächsten Schritt war die Montage der Deckel an die Kästen und die Montage des Sockels dran. Der Sockel wird 12 mm zurück springen. Das habe ich deshalb gemacht, damit die Fliesensockelleiste berücksichtigt wird.

Hier ein Bild der fertigen Kästen ohne Oberflächenbehandlung.





Oberflächenbehandlung mit                              
Lumberjack Leinölfirnis von Clou

Ich mag das Produkt.

  • Es lässt sich sehr leicht verarbeiten
  • Es stinkt nicht nach Verdünnung
  • Es können normale Latex Einweghandschuhe verwendet werden, weil Lumberjack nicht scharf ist
  • Es trocknet sehr schön ein wenn das Holz mit Korn 240 geschliffen ist
  • Das Ergebnis ist sehr gut und günstig 

Ich reibe das Leinölfirnis mit einem billigen Haushaltsschwamm ein. Beim auftragen achte ich darauf, daß keine Pfützen stehen bleiben. Aber ansonsten gehe ich nicht wissenschaftlich vor. Gut einreiben, mehr nicht. Danach lasse ich es trocknen und reibe mit einem Einwegküchentuch nach ca. 60 Minuten alles trocken. Dieser Schritt war hier nicht nötig, weil das Produkt sehr schön und gleichmäßig eingezogen war.


Fertig. Das macht Spaß, wenn es so klappt.



Hier noch zwei Detailaufnahmen der Gehrungen. Hat ganz gut geklappt, wie ich finde.




Alles in allem, war das ein lehrreiches Projekt für mich. Folgende Punkte würde ich beim nächsten Mal anders machen.

  • Das Fichteleimholz aus dem Baumarkt ist qualitativ sehr schlecht. Aber für dieses Regal hinter der Tür ausreichend.
  • Ich konnte lernen, wie schnell Holz schüsselt.


 
Hier sieht man den 12mm Abstand für den Fliesensockel.
  • Offene Stirnholzverbindungen wie im Bild zu sehen, würde ich das nächste Mal mit stehendem Holz überdecken. Weil diese Stirnholzverbindungen verzeihen keinen Fehler. Ich habe diese Lösung aber gewählt, um die statische Last auf den Boden zu bekommen. Wie gesagt, für dieses Zweckregal ist es ausreichend.
So, beim nächsten Mal werde ich noch die Montage der Tischansteckplatten Regale in unserer Speisekammer zeigen. Bleiben Sie also dabei.

Ihr Besuch hat mich gefreut.


Es grüßt

Alwaysworkingman


Hier geht es weiter zur Montage des Regals: Hier geht es weiter




         




Kommentare:

  1. Hallo Andi,

    die Gehrungen sind super geworden.

    Deine Beobachtungen mit dem Wolfcraft Bohrer kann ich bestätigen, das Ding ist stumpf. Der Bohrer von Kreg bohrt deutlich sauberer.

    Grüße

    Michael

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.