Samstag, 27. April 2013

Alte Werkbankplatte wird zum Terrassentisch - 1. Teil

Hallo liebe Leserinnen und Leser, liebe Woodworker,

heute habe ich mich einem neuen Projekt für zwischendurch zugewandt.  Meine Vision: Aus meiner alten Werkbankplatte aus der Werkstatt des Grauens, die ich damals zur Seite gelegt hatte, weil sie total verschüsselt und verbohrt war, möchte ich unseren Terrassentisch bauen.


Es wird ein sehr rustikaler Tisch, und die Werkbank lebt so noch einmal für womöglich Jahrzehnte auf.

In letzter Zeit habe ich im Woodworking Forum einen netten Mann kennengelernt, Dominik Köhler. Wir haben uns einen Samstag in seiner Werkstatt getroffen, da ich einige Fragen bezüglich Handhobeln hatte. Daraus wurde ein 4 stündiger "Männermorgen" rund um das Thema Holz und Maschinen. Wir hatten Beide, denke ich, Spaß an diesem Morgen und am fach simpeln.

Dominik hat mir freundlicherweise angeboten, mir bei diesem Projekt zu helfen. Er ist vom Maschinenpark hervorragend ausgerüstet und bringt noch sein gelerntes Schreiner Wissen mit. Für Ihn ein Kinderspiel.

So trafen wir uns heute wieder in seiner Werkstatt.



Ich durfte zuschauen und konnte ein wenig zur Hand gehen, und sehen, wie ein Profi an so eine Sache ran geht. 



Viel Spaß bei diesem Projekt .











Hier sieht man das Material. 55 mm starke, 20 Jahre alte Fichte in sehr schlechtem Zustand. Zerlöchert und ramponiert. Aus diesem Material soll der komplette Tisch enstehen.

Die Platten sind stark verschüsselt.

Einer Zeichnung bedarf es bei so einem rustikalen Tisch nicht.










Wir haben zuerst die Platten grob aufgetrennt um sie nachher wieder auf Breite zu verleimen. Dominik´s HAMMER fraß sich durch die Platte als wenn es 6 mm Sperrholz wäre. Ein anderes Kaliber wie meine PK 250.







Aus der kürzeren Platte der drei Platten haben wir die Tischbeine raus getrennt. Die Platte wurde halbiert und in 120 mm breite Teile gesägt. Gedoppelt werden das die Tischbeine. Sehr robust und massiv.


Nach dem auftrennen, haben wir das Material durch einen HAMMER Abricht und Dicktenhobel gejagt. Eine sehr zeitaufwendige Arbeit, die ich zeitlich stark unterschätzt hatte. Das Holz gab langsam seine "alte Schönheit" Preis. Es wurde glaube ich ein 300 Liter Sack mit Spänen gefüllt.









Hier können sie die Verleimung der Tischbeine sehen. Sie wurden einfach nach auftragen von D4 2K Leim stumpf mit einander verleimt. Den Leim hat Dominik mit einer Schaumstoffwalze aufgetragen, was einen sehr gleichmäßigen und dünnen Auftrag ergibt. Hat super funktioniert.

Danach wurden die Tischbeine noch einmal durch den Dickten Hobel geschoben und ausgehobelt.






Hier können Sie die Verleimung der Tischplatte sehen. Da die Einzelteile perfekt gefügt und auf Dicke gehobelt waren, wurden die Lamellen wieder stumpf mit einander verleimt. Gleiche Vorgehensweise wie bei den Beinen. Desto genauer Werkstücke vorbereitet werden, um so einfacher ist es meist, weiter zu machen.






Die Schraubzwingen hatten ganz schön zu kämpfen.

Nach 6 stündiger Arbeit war das Tagewerk getan. Die Tischbeine und die Platte sind zum Abtransport bereit.

Vielen Dank noch einmal an Dominik Köhler.


Zu Hause habe ich die Teile erst einmal zum kompletten aushärten ausgelegt. Ich hoffe die Platte bleibt einigermaßen gerade. Zumindest bis ich den Tisch zusammen gebaut habe. Ich denke das Material wird auf er Terrasse dann dem entsprechend arbeiten und den einen oder anderen Riss bekommen. Allerdings steht er komplett überdacht, sodass nur Hitze, Kälte auf ihn einwirken werden. Kein Regenwasser. Dies würde die Fichte wahrscheinlich schnell dahin strecken.




Ich hoffen Ihnen hat der erste Teil des Projektes gefallen. Und würde mich auf einen weiteren Besuch freuen.

Gruß Alwaysworkingman Andi


Hier geht es weiter zum zweiten Teil. Viel Spaß


Kommentare:

  1. Hey Andi,

    ich hab´s vor zwei Tagen schon mal probiert, aber da hat´s mit meinem Kommentar ned geklappt.
    Also ich find´s immer wieder faszinierend, was man aus so alten Hölzern alles raus holen kann, wenn mal wieder die obersten Schichten runter sind und die Schüssel zu einer planen Fläche wird.

    Bin schon sehr neugierig auf das Ergebnis! Fichte ist einfach ein schönes Holz. Wirds bei euch auf der Terrasse sicherlich gemütlich machen.

    Gruß,
    Dominik P ;-)

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  2. Hallo Dominik,

    bei dieser Wekbank geht es mehr um Idealismus. Das Material an sich ist von der Qualität "Bau Diele" die es sägerau im Baumarkt für paar "Fennich" gibt.

    Aber da die Werkbank eine Geschichte hat, konnte ich sie nicht verbrennen. Vor allem die Unterseite sieht interessant aus (zeige ich beim nächsten Mal) Dort erzählt sie dann die Geschichten der letzten 20 Jahre.

    Vielen Dank für Deinen Besuch

    Andi

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  3. Hallo Andi,

    sehr schöne Doku. Ich hab dir gerne geholfen und werde das auch weiter gerne tun.
    Viel Spaß beim weiter bauen. Ich freue mich schon auf den fertigen Tisch.
    Du bist jederzeit wieder willkommen.

    Gruß Dominik Köhler

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  4. Hallo Dominik,

    schön das Du vorbei geschaut hast. Beim nächsten mal ist erstmal "Grillen" bei mir angesagt.

    Bis dann

    Gruß Andi

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Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.