Mittwoch, 17. April 2013

Projekt Werkstatt Rollcontainer - 3. Teil - Weiter geht es mit den Schubladen

Hallo liebe Leserinnen und Leser, liebe Holzwerker,

wie bereits im zweiten Teil beschrieben, ging es Heute weiter mit dem Bau der Schubladen. Vorab sei gesagt, das es einen ziemlich hohen Fertigungsaufwand bedarf, um Schubladen herzustellen. Weil es viele kleine Arbeitsschritte sind, die aufeinander aufbauen. Vor allem sind es aber viele gleiche Teile.

In diesem Abschnitt möchte ich meine Vorgangsweise schildern.








Zuerst habe ich die Schubladen Seitenteile auf Breite geschnitten. Bei diesen Schritten ist es wichtig, alle Teile mit der gleichen Einstellung am Parallelanschlag zu sägen. Das hat den Vorteil, das die Teile "pass genau" sind. Da bedeutet, wenn alle Teile 1 mm durch Ablese oder Einstellfehler größer oder kleiner sind, macht das im Grunde genommen nichts, weil passen tun die Teile trotzdem zu einander. Holz ist nicht Metall.


Hier sieht man alle Teile auf Breite geschnitten.














Nach dem Breitenschnitt habe ich in alle Teile eine 7 mm breite, und 6 mm tiefe Nut eingefräst. Geführt wurde die Oberfräse am Seitenanschlag.

Da das Holz für die Schubladenböden aus 6 mm Sperrholz besteht, hätten diese sonst sehr stark geklemmt. Und einen Abplattfräser habe ich noch nicht.







Die Teile wurden probehalber zusammen gesteckt.

Nun hatte ich die Möglichkeit die Höhe der hinteren und vorderen Schubaldenteile zu messen. Das Maß stimmt genau mit meiner Planung überein. Aber wahrscheinlich hätten sie nicht gestimmt, hätte ich alle laut Plan schon vorher gesägt. Das Problem ist, man kann keinen Millimeter mehr hinsägen.







Wie man sieht, habe ich die Teile noch nicht auf Länge gesägt. Das habe ich dann auf der PK250 auf dem Schiebeschlitten mit Ablänganschlag gemacht. So ist es wieder pass genau zugesägt und alle Teile konnten abgelängt werden.









Weiter ging es mit den Schubladenböden. Auch diese konnte ich jetzt an den fertig zusammengesteckten Schubladen ausmessen. Ich habe 2 mm Luft für die Nut ( 1mm pro Seite ) mit eingerechnet. Es handelt sich um 6 mm Sperrholz. Dieses Material ist meines Erachtens nicht leicht zu sägen, da der Schnitt sehr schnell verläuft. Daher sollte man es an einem Abfallstück versuchen ob die Einstellung der Säge passt.

Danach wurden die Teile mit Korn 180, 240 geschliffen.







Zur Verwendung kam diesmal
Hartöl von Clou. Das Öl ist sehr flüssig, und man benötigt meines Erachtens deshalb sehr viel von dem Öl. Leinölfirnis, was ich bisher benutzt habe, ist dicker und meines Erachtens ergiebiger.

Ich benutze zum ölen immer Nitril Handschuhe. Diese sind bedingt kurzeitig Ölfest.

Der Geruch des Hartöls ist stärker und chemischer wie Leinölfirnis.  Das wird an den Trocknungsstoffen liegen.

Das Fenster zu öffnen in der Werkstatt ist zu empfehlen, weil Holzöl mit viel Sauerstoff relativ schnell abtrocknet und aushärtet.




Allerdings feuert das Hartöl von Clou das Holz sehr schön an. Das Holz bekommt nicht den typischen Gelbstich wie von Leinölfirnis. Und es dringt sehr schnell und besser ins Holz ein.











Nun sind alle Teile für den Zusammenbau der Schubladen fertig. Ich hoffe, Ihnen hat mein Beitrag gefallen und es würde mich freuen, wenn Sie den Beitrag und meinen Blog weiter mit verfolgen.

Es grüßt herzlich

Alwaysworkingman Andi


Hier geht es weiter zum 4. Teil

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