Sonntag, 12. Mai 2013

Alte Werkbankplatte wird zum Terrassentisch - 2. Teil

Hallo lieber Leserinnen und Leser,

nach dem dem ersten Teil des Projektes geht es nun diese Woche mit dem Terrassentisch weiter. Da nun der Sommer Einzug hält, musste dieses Projekt vor dem Rollcontainer vorgezogen werden.


Die Zargen werden mit 10 mm Dübel, die 80 mm lang sind, verleimt. Hier kamen Dübelspitzen zum Einsatz.

Diese Arbeit mit Dübelspitzen ist meines Erachtens leidlich und ungenau. Allerdings bei diesem grob anmutenden Tisch in Ordnung.

Desweiteren kommen PocketHoles zum Einsatz, zum sichern der Dübelverbindung.




Viel Spaß beim weiter lesen.









Erste Anprobe der Zargen. Die Bohrmaschine mit Schleifteller habe ich verwendet, um die Dübel abzurunden.











Die Dübellöcher für die Tischbeine habe ich mit dem Bohrständer gebohrt.











Es ging weiter mit den Querzargen.

Hier habe ich Langlöcher gefertigt, was mit meiner Ausrüstung eine große Herausforderung war.

Diese Langlöcher bewirken, das die Tischplatte unabhängig vom Tischgestell in der Breite arbeiten und sich quasi bewegen kann. Würde man die Zargen nur verschrauben, könnte die Platte reißen.

Bei so einer massiven großen Platte bewegt sich die Platte bis zu 5 mm.

Desweiteren übernehmen die Zargen noch die Funktion einer aufgeschraubten Gratleiste.





Da die Tischplatte mit 15 Stk. 6x50mm Schrauben mit dem Gestell verbunden wird, habe ich auf das anbringen von Nutklötzchen in den Seitenzargen verzichtet.

Der Tisch steht zwar geschützt, aber im Freien. Er wird extremen Klimabedingungen wie Hitze und Kälte ausgesetzt sein. Es wird sich in ein paar Jahren zeigen, wohin die Reise geht. Der eine oder andere Riss in der Platte ist schon eingeplant. Für sowas zahlt man heute im Möbelhaus viel Geld :-)












Die Kanten wurden mit einer kleinen Kress Fräse abgerundet. Für diese Zwecke ist die eigentlich im Metallbau orientierte Maschine ausreichend. Sie ist Klein und Handlich und kann Einhändig zum abrunden über das Werkstück geführt werden.








Erste Anprobe vor dem verleimen. Es sollte funktionieren.



Um dem Gestell noch mehr Stabilität zu geben, habe ich noch Diagonalzargen gefertigt, die Tischbein und anliegenden Zargen auf Zug miteinander verbinden. Das gibt enorme Stabilität. Die mittlere Schraube kann bei Bedarf noch nach gezogen werden.

Die Dachlatten für die Querzarge habe ich nur kurz mit dem JUUMA Einhandflachwinkelhobel geglättet, da sie unter dem Tisch nicht sichtbar sind.




Der Flachwinkelhobel eignete sich auch hervorragend, um kleine Fertigungstoleranzen auszugleichen.

Beim Bau eines so groben Tisches kommt es nicht auf 10tel mm an.










Erste Probestellung auf der Terrasse.





Die Tischplatte wurde nun mit der Körnung 60 - 240 geschliffen.

Hier kam wieder der Metabo-SXE-425-turbotec zum Einsatz.

Hier kam die kleine Maschine an Ihre Grenzen. Für solche Arbeiten wäre eine Maschine mit größerem Schleifteller und mehr Biss wünschenswert.

Man vergeudet nämlich unglaublich viel Zeit mit schleifen.





Nach der Montage der Tischplatte erste Anprobe auf der Terrasse. Sieht sehr gut aus wie ich finde.








Die massive Tischplatte macht sich sehr gut. Die Werkbank ist bereit für die nächsten 20 Jahre.












Behandelt wir der Tisch noch mit Terrassen-Öl von Natural Farben.

Diese Arbeit wird ein eigener Post werden. Da ich vorgelagert nächste Woche noch einen interessanten Test des Öles veröffentlichen werde. Ich bekam nämlich freundlicherweise etwas Öl zugeschickt, um das für mich geeignete zu finden.

Hier vorab noch einen Dank an Frank Lipfert  von http://natural-farben.de .

Es würde mich freuen, wenn Sie weiterhin in meinem Blog vorbeischauen und die Entwicklung des Tisches mit verfolgen.

Bis dahin grüßt

Alwaysworkingman - Andi


Hier geht es zu meinen Erkenntnissen mit dem Terrassenöl von Natural-Farben.de


Update vom 27.08.2013

Da mein Test zum Terrassenöl bei Natural-Farben erwähnt wird Hier geht es zum Beitrag

möchte ich den Tisch noch im fertig geölten Zustand zeigen.

Hier geht es zum Beitrag.



Gruß Andi


Kommentare:

  1. Hi Andi,

    ist doch richtig schick geworden.

    Ich hätte höchstens für die Schraube die durch die Diagonalzargen ins Tischbein geht eine Rampamuffe ins Bein gesetzt und ne Maschinenschraube genommen.
    Könntest Du aber immer noch, sollte das Gewinde im Bein mal doll sein.

    Grüße

    Micha

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  2. Hi Micha,

    das mit den Rampa Muffen wäre ideal. Allerdings hatte ich keine zu Hause. Da mußte die Holzschraube halt herhalten. Wie Du schon sagst, austauschen ist kein Problem. Bin mal gespannt, wie das Teil arbeitet bei Hitze und Kälte.

    Gruß Andi

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  3. Hallo Andi,

    der Tisch ist dir echt super gelungen. Großes Kompliment von meiner Seite.
    Ich freue mich schon, ihn beim Grillen in natura zu sehen.
    Gruß Dominik

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  4. Hallo Dominik,

    ohne Deine Hilfe wär das "Nix" geworden :-)

    Ich freu mich auch auf´s grillen. Bis nach Pfingsten und bei hoffentlich schönem Wetter.

    Gruß Andi

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