Dienstag, 14. Mai 2013

Heute ausprobiert: Terrassen-Öl von Natural-Farben.de

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wie bereits in meinem Post zum Terrassentisch aus der Werkbankplatte möchte ich Ihnen heute die Ergebnisse zu meinen Erkenntnissen mit Terrassenöl von Natural Naturfarben zeigen.

Der Terrassentisch soll geölt werden. Da ich mir unsicher bei der Wahl des Produktes war, habe ich eine Anfrage bei www.woodworker.de gestellt, um ein Gefühl für die Produkte am Markt zu bekommen.

Herr Frank Lipfert von Natural-Farben.de bot mir an, nach einer netten Beratung per Mail, mir etwas vom Terrassen-Öl für eine Testreihe zukommen zu lassen, um mich selber zu überzeugen.

So einen Service habe ich selten bei einem Fachhändler erlebt.





2 Tage später kam das Terrassenöl von Natural Naturfarben an. Es waren vier verschiedene Öle für die Terrasse / Holz im Aussenberreich, samt Rührhölzer. Diese sind eigentlich zu schade zum verwenden.

Viel Spaß bei meinem Test mit den Terrassenölen.









Zuerst noch ein paar Worte zum Versuchsaufbau.

Da ich noch eine gehobeltes Brett des Terrassentisches hatte, habe ich Diese in 8 gleiche Brettchen auf der Tischkreissäge geschnitten.


Danach habe ich 7 kleine Schwämmchen zu geschnitten, um keine Farbverwaschungen zu erzeugen, beim testen.

Desweiteren habe ich in kleinen Plastik-Bechern 3 Mischungen des Öles angerührt, in denen ich die Farbtöne zu 50 % mit dem Natur-Öl verdünnt habe. Also 1:1.
Die Mischung habe ich über eine Digital Waage gelöst. Also Becher auf die Waage, Tara auf "0", danach 10 gr. Öl dazu, wieder Tara auf "0" und weitere 10 gr des Natur Öls dazu gegeben.

Es sei gesagt, das das Öl sehr ergiebig ist, und 5 gr. locker ausgereicht hätten.

Vor dem Ölen sollte man das Öl gut aufrühren, um die Pigmente des Öles gut zu verteilen. Einfaches Schütteln reicht nicht.

Was mir beim auftragen sofort aufgefallen ist, das Öl hat einen schwachen Geruch. Eine Anwendung des Öles in meiner Werkstatt war keine große Geruchsbelästigung. Allerdings ist reines Leinölfirnis vom Geruch her noch milder. Da das Produkt aber für den Außenbereich deklariert ist, ist der Geruch eher zweitrangig für mich.

Im Innenraum bin ich mittlerweile sehr empfindlich und greife daher nur noch zu Naturprodukten.

Nun zur Anwendung:

Alle Brettchen wurden satt mit dem Öl in Maserrichtung eingestrichen.
Was mir dabei auffiel: Farbtropfen hinterlassen keine dunklen Flecken, auch wenn sie etwas länger auf einer Fläche stehen. Somit ist die Anwendung sehr einfach. Ich habe aber nach 20 Minuten das Öl noch einmal ordentlich verstrichen, bis eine gleichmäßige Fläche und Farbton entstand.

Nach 48 Stunden Trocknungszeit (der Hersteller empfiehlt 7 Tage) habe ich den zweiten Anstrich auf gleiche Weise gemacht. Die Fenster im Keller waren die ganzen Tage auf, um einen guten Sauerstoffaustausch zu forcieren. Dies begünstigt die Trocknung jeglicher Holzöle. Im Freien ist auch dies kein Kriterium zur Anwendung des Öles.

So nun möchte ich Ihnen die Ergebnisse präsentieren.

Zuerst habe ich die Brettchen im Schatten auf der Terrasse fotografiert.


Hier unten ein unbehandeltes Brett.










Nun folgt eine Foto-Reihe, in der die Brettchen in vollem Sonnenschein fotografiert wurden.






















Vergleich Unbehandelt - Geölt




Vergleich Unbehandelt - Geölt




Vergleich Unbehandelt - Geölt

Ich hoffe diese Ergebnisse helfen womöglich so manchem Woodworker / Heimwerker die Wahl des richtigen Öles für die Terrasse / Gartenmöbel auszuwählen.

Mich hat das Produkt überzeugt und ich werde demnächst noch den Terrassentisch geölt zeigen.

Bis dahin und bis hoffentlich zum nächsten Mal.

Gruß Alwaysworkingman - Andi


Update vom 27.08.2013

Mein Beitrag wird bei Natural-Farben erwähnt. Vielen Dank, das freut mich.




Bilder vom geölten Tisch in Bangkirai













Update 21.09.13

Die Sitzbank des Schuhschrankes wird mit Terrassenöl Natur geölt. Das Ergebnis wird meines Erachtens einwandfrei. Das Öl war nach 2 Tagen durchgehärtet und konnte in die Wohnung verbracht werden. Kein Gestank. Einfach toll.









Update 12.04.2015

Ein kleiner Buche Schrank wird in der Kurswerkstatt von Heiko Rech gebaut und abschließend mit Terrassenöl behandelt.

Auch hier ein für mich perfektes Ergebnis.





Update 04.03.2016

Büro Allrounder mit Terassen Öl Bangkirai im Innenraum.







Gruß Andi

Kommentare:

  1. Hallo Andi,

    danke für den Test/Vergleich.
    Sowas hilft immer, gerade bei so pigmentierten Produkten, weiß man sonst nie, wie das Ergebnis hinterher ausschaut.

    Falls die Möglichkeit besteht, könntest Du ja die Teststücke draussen ne Weile liegen lassen und später noch man Bilder einstellen, wie sich die einzelnen Hölzer durch Sonne und Witterung verädnert haben.

    Grüße

    Micha

    PS: Ich bin mit den Produkten von Natural auch sehr zufrieden.

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  2. Hallo Micha,

    die Brettchen lasse ich auf der Terrasse liegen und könnte ja im Jahresrythmus ein Update einstellen. Danke für den Tipp.

    Gruß Andi

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  3. Hallo,

    schöner Bericht, sehr informativ, besonders die
    Bilder.

    Bei meiner Frau stapeln sich auch immer mehr
    solcher Probebretter. (Sie ist bei uns die,die
    mit Spaß solche Arbeiten erledigt.)

    Denn die Auswahl an verschiedenen Ergebnissen
    kann Mann nie genug haben, oder?

    Zumal, selbst angefertigte Proben immer anders
    wirken, als die, welche man von Herstellern bekommt.

    Gruß

    Tommy

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  4. Hallo :) Vielen Dank erstmal, dass du dir so viel Mühe bei diesem Beitrag gegeben hast. Durch die vielen Bilder bekommt man wirklich einen guten Eindruck von den verschiedenen Ölen. Ich finde irgendwie alle Ergebnisse schön, ich hätte mich gar nicht entscheiden können :D Ist ja echt klasse, dass du die Öle testen durftest :)
    Liebe Grüße

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  5. Hallo Simone.

    Schön das Dir mein Beitrag gefällt. Der Service von Natural ist Spitze.
    Die Öle kommen in echt noch besser raus. Die Oberfläche, wenn man Sie mit 320 schleift und nach 30 Minuten mit Küchenpapier nach reibt, wird perfekt und fühl sich wunderbar an.

    Viel Spaß mit dem Terrassenöl.

    Gruß Andi - Alwaysworkingman

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Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.