Sonntag, 15. September 2013

Erstes Möbelstück - Ein Einbauschuhschrank für den Flur - Teil 2

Hallo,

schön das Sie, werte Leserinnen und Leser, bei mir vorbei schauen.

Im ersten Teil habe ich mich ja mit dem verleimen des Grundkorpus beschäftigt. Heute ging es endlich weiter.

Aufgrund meiner Kiefern Umleimer, ich habe immerhin etwas über 13 m verbraucht, hat sich der Bau des Schrankes ziemlich hingezogen, weil man immer wieder Trocknungszeiten des Leims abwarten muss.

Mittlerweile habe ich festgestellt, das der Leim solange verzwingt sein muss, bis er klar ist, sonst quillt er weiter, auch wenn man meint, die Festigkeit sei schon gegeben. Das musste ich leidlich an einem Umleiemer für einen Boden erfahren.

Rückwand:




Die Rückwand ist aus 13 mm Pressspan in Industrie Qualität. 

Die Rückwand ist komplett eingenutet und gibt dem Schrank somit noch Stabilität. 

Wird sich mit Sicherheit auch mal ein Erwachsener mit 80 kg drauf setzen, zum Schuhe anziehen.






Viel Spaß beim weiterlesen.








So sieht der Schrank im ganzen aus.

Die Innenwände habe ich bereits gestrichen, bevor die Rückwand rein kam, so musste ich nichts abkleben.

Zum Einsatz kam Clou Lacklasur weiß. Ich mag diese Farbe sehr, im Innenbereich. Sie riecht überhaupt nicht. Das Werkstück könnte eine Stunde später in den Wohnraum ohne jegliche Geruchsbeästigung.

Aufgetragen habe ich diesmal mit einer sehr fein - und kurzflorigen Walze. Ein Tipp unseres Betriebsmalers. Zuvor habe ich die Werkstücke bis 320 hoch geschliffen.

Die Art mit dieser Walze funktioniert viel besser, wie mit einer Schaumstoffwalze. Diese bringt zu viel Luft mit ins Spiel. Es entstehen Bläßchen. Nach dem ersten Anstrich habe ich mit Körnung 400 per Hand kurz zwischen geschliffen, vor dem zweiten Auftrag. Das Ergebnis ist, wie ich finde, perfekt.

Die Oberfläche wird sehr soft und glänzt leicht.

Kieferndeck:

Wie Sie sicherlich schon in anderen Projekten von mir lesen konnten, verwende ich gerne Altholz und erwecke es wieder zum leben. Irgendwie reizt mich das.

Für meine Kieferndecks kommt der alte Esstisch meines Freundes Johnny zum Einsatz. Eine massive 37 mm Platte, 20 Jahre alt. Ich habe Ihn bei einer "Entrümpelungsaktion" mitgenommen. Nun kommt er unter die Säge



Zunächst einmal habe ich Ihn zerteilt und in den Rechten Winkel geschnitten. Hier kommt mir wieder der Schiebeschlitten meiner EB PK250 zu Gute. So etwas würde mit einer "Klein Baumarkt Säge" nicht funktionieren. Ich nenne keine Namen, aber der Kenner und Leser einschlägiger Foren, weiß von welchen Sägen ich spreche.




Ich habe zunächst einmal die 45 Grad Phase angesägt, und danach das ganze begradigt. 

Das ganze funktioniert so, man sägt einen 45 Grad Schnitt durch das Werkstück am Parallelanschlag. Danach stellt man das Sägeblatt wieder auf 90 Grad und verschiebt den Anschlag um 18 mm (In meinem Fall die Hälfte des Kiefernholzes) zum Sägeblatt und erhält somit die Kante.Das ganze könnte man sicherlich mit einem sehr großen Fräser am Frästisch machen. Aber ich  habe es so gelöst.





Nach dem Zuschnitt wurde zunächst einmal geschliffen. Ich schleife von Körnung 80 - 320 hoch, da ich an diesen Platten nichts mehr machen muss.





Hier die fertige Sitzbankplatte. Die Hinterseite mit den Stiften des alten Tischen wird noch abgesägt, final, wenn der Schrank steht und die Proportionen besser abzuschätzen sind.


Sockel:


Danach geht es weiter mit der Herstellung des Sockels. Es ist ein sehr einfacher Sockel, auf 45 Grad Gehrung verleimt, 45 mm hoch. Material: 18 mm Fichte.

Nach dem Zuschnitt habe ich erst einmal alles zum verleimen hergerichtet.



Ich werde heute einmal ein orangenes PE Klebeband verwenden. Heiko Rech hat es in seinem Holzwerkerblog vorgestellt. Und das muss ja mal ausprobiert werden, wenn Profis einem dieses anraten :-)

Gruß an Heiko Rech.

Hier geht es zu seinem Artikel: Das richtige Klebeband - Heiko Rech Holzwerkerblog

Nach dem entfernen der Schutzfolie des Klebebandes war ich schon ein wenig angetrübt. Die Rolle ist total verklebt an den Flanken. Naja, womöglich habe ich eine miese Rolle erwischt.

Das abreißen funktioniert sehr einfach, was beim verleimen mit Klebeband doch den Stress etwas raus nimmt. Allerdings muss man das auch ein paar mal machen, ansonsten reißt man diagonal ab. Aber das ist nun jammern auf hohem Niveau. Es funktioniert sehr gut. Das Band lässt sich beim ankleben fast auf 50 % seiner Länge dehnen beim aufkleben. Was einem den Eindruck gibt, der Zug würde nach lassen.


Die Rückseite des Sockels habe ich nur platt verschraubt.


Wie bereits erwähnt. Es empfiehlt sich bei diesem Klebeband um die "Ecke" zu kleben. Erst nach diesem Schritt habe ich in meinem Fall genug Zug auf der Gehrung gehabt, das sie geschlossen hat.

Das Ergebnis nach dem entfernen des Bandes ist perfekt. Die Gehrung ist zu.

Ich kann Heiko nur zustimmen. Das arbeiten mit diesem Band macht Spaß und es hinterlässt auch keinerlei Spuren wie mein Paketband, was ich sonst immer benutzt habe. Und durch das leichte abreißen ensteht kein Stress beim verleimen.


Die Montage des Sockels wird mittel 45 mm Spanplattenschrauben erledigt. Damit der Schrank nicht kippelt und rutscht, habe ich an den Ecken noch ein geriffeltes Gummi aufgeklebt. Der Schrank steht so nur 2 mm höher, und der Sockel kippelt nicht auf dem Fliesenboden. Die langen Flanken wären mit Sicherheit abgestanden, hätte ich es ohne diese Erhöhung gemacht. Weil Fliesen sind nie gerade :-)











So, ich hoffe ich konnte Ihnen eine kleinen Einblick, in den Fortschritt geben, und freue mich auf Ihren nächsten Besuch, wenn es weiter geht bei meinem Schuhschrank.

Bis dahin,

es grüßt herzlich,

Andi - Alwaysworkingman

Hier geht es zum dritten Teil





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