Dienstag, 22. Oktober 2013

Die Werkstatt ist zu klein - Umzug in eine "Neue, größere Werkstatt"

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wahrscheinlich geht es jedem Holzwerker so, das die Werkstatt, egal wie Groß sie ist, irgendwann zu Klein wird.

In meinem Fall war es von Anfang an klar, das die jetztige Werkstatt zu klein sein wird. Aber wie ich damals schon feststellte und plante, war die jetztige Werkstatt nur eine Übergangslösung.

Daher habe ich damals bei der Renovierung gleich den Umzug meiner Frau mit Ihrer Waschküche in die jetztige Werkstatt geplant und den Boden gefliest. Und ich ziehe nun, nach gründlicher Umbauphase in die "alte Waschküche" unseres Hauses. Durch diesen Zwischenstep habe ich kein großes Chaos im Kelller und kann aus einer funktionierenden Werkstatt heraus arbeiten, um die Neue fertig zu stellen.


Hier ein kurzer Blick in die neue Werkstatt und eine "Vorab Planung".

Der Raum ist nicht riesig, nur 4,2 x 4,2 m. Allerdings hat er einen Zugang von Außen und einen Zugang von Innen, was beim Material hinein bringen die Sache vereinfacht. Desweiteren kann man zur Not lange Teile durch den Hobel oder Tischkreissäge zur Not zu Tür rauslassen. Somit kann ich in dem Raum 2,5 Meter lange Teile hobeln und sägen.







Eine Bestandsaufnahme in dem Raum ergab folgende Maßnahmen, die in zwei Phasen unterteilt werden.

Phase 1: Den Raum schnellstmöglichst ertüchtigen zum Einzug.

  • Es steht eine Sauna im Raum, die abgebaut und über den Winter noch einmal warm geben wird im heimischen Kachelofen :-)  (Schwaben sind so)
  • Erstellen einer Ständerwand um die Raumöffnung zu schließen, wo der Sauna Eingang war
  • Entsorgen sämtlicher Schränke die nicht mehr zu gebrauchen sind
  • Neu-Installation der gesamten Elektrik und Installation von Leuchtstofflampen
  • Die Kacheln an den Wänden werden zum Teil abgerissen oder verkleidet, das wird eine Holzwerkstatt und keine Wurstküche. 
  • Streichen 

Phase 2: Bau einer neuen, funktionalen Werkbank und Werkstattmöbel 

  • Bau einer neuen, der Raumgröße angepassten Werkbank im 20 mm Festool-Loch System mit 22 mm MDF Deck
  • Bau einer Art "Küchenzeile" mit Werkstattunterschränken und einem 22 mm MDF Deck. Diese Fläche dient nur zur Ablage langer Werkstücke oder mal als sekundärer Arbeitsplatz für Breitenverleimung etc.

Phase 1 Abriss der Sauna und Erstellung der Ständerwand


Hoch motiviert ging es letzte Woche zu Werk. Die Sauna hat sich gegen den "Kuhfuß" (langes Brecheisen) nicht lange gewehrt. Die Nut und Feder Bretter des Innenraums können weiter verwertet werden.


Der Rest der Sauna wird weitestgehend im Winter im Ofen fach gerecht entsorgt.




Am Abend wurde die Baustelle vollständig gereinigt. Dieses Prozedere verfolge ich in jedem Bauprojekt. Es macht keinen Spaß am nächsten Tag im Chaos anzufangen oder weiter zu machen.



Hier sieht man die Wandöffnung einer insgesamt 24 cm starken, nicht tragenden Kellerwand. Da ich kein Maurer bin und ich die Vorzüge von Holzständerwänden zu schätzen gelernt habe, wird eine Solche erstellt.


Ständerwandaufbau:

Da es sich um eine einfache Leichtbauwand zur Abtrennung der Räume handelt, nehme ich folgenden Wandaufbau.

  • 60x40 Holzständer
  • 13 mm Spanplatte beidseitig hochkant beplankt
  • 9,5 mm Rigibs beidseitig waagrecht beplankt
  • Gespachtelt und Fein verputzt. 
Da die Gesamt Ständerwandstärke nur 105 mm beträgt, bleibt mir in der Werkstatt eine 2m x 2m große, 140 mm tiefe Nische, die künftig als Werkzeugbrett und Aufhängung von Schablonen etc. dienen soll.



Um die Wand an den Seiten zu befestigen, habe ich eine 40 mm starke, sägerauhe Diele durch den Dickenhobel geschoben, um die seitlichen Abschlüsse der Wand sauber abzuschließen. Geölt wird das wie ein Türrahmen aussehen.

Da im Fußboden wahrscheinlich Heizungsrohre verbaut sind, habe ich mich entschieden, die Wand unten nicht fest zu dübeln. Sie wird seitlich in den 40 mm starken Wangen und in der Decke verankert. Die Wand und Ständer sind aber so angeordnet, das der Lastabtrag komplett auf den Boden eingeleitet wird, und nicht an den seitlichen Wangen "hängt". Damit die Wand / Ständer keine Feuchtigkeit vom Boden ziehen, liegt die untere Schwelle auf 4 mm starken Edelstahlblechen auf. Dieser Schlitz wird nachher mit Silikon ausgespritzt.




Zusätzlich wurde noch eine waagrechte Verstrebung der Wand eingebaut um sie noch mehr auszusteifen.




Und am Ende des Tages war das Loch zu den anderen Kellerräumen wieder zu. 

Jetzt werden die Wände, samt der rohen Betonwand noch verputzt und gestrichen.

Hierzu aber mehr im nächsten Step,

Bis dahin grüßt herzlich,

Alwaysworkingman - Andi







Kommentare:

  1. Guten morgen Andi,
    das sind ja mal tolle Nachrichten und da werde ich gleich sehr sehr neidisch. Macht bestimmt viel Spaß, eine neue schöne große und eigene Werkstatt einzurichten.
    Grüße
    Martin

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Martin,

    da es die "Zweite" in 10 Monaten ist, ist die Umbaufreude nicht ganz so groß. Ich will endlich wieder mit Holz arbeiten und nicht irgendwelche Abriss und Flaschnerarbeiten erledigen. Ich denke in 4 Wochen ist Einzug,

    Gruß Andi

    AntwortenLöschen
  3. sieht ja schon mal schick aus. Platz ist auch genügend da. Davon kann ich nur träumen :-)

    AntwortenLöschen

Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.