Sonntag, 29. Dezember 2013

French "Roubo" Bench Werkbank Erster Teil: Das Gestell

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nach der reiflichen Planung meiner Roubo Werkbank und sehr hilfreicher Kommentare meiner Leser, ging es heute endlich an den Bau der Werkbank. Nach dem ganzen umziehen der letzten Tage war es richtig entspannend mit Holz zu arbeiten.

Zuerst habe ich das sägeraue Holz abgerichtet und auf Dicke gehobelt. Meine neue Metabo ADH1626 hat diese Aufgabe sehr sauber gemeistert. Da es sehr viel Holz zum hobeln war, konnte ich die Maschine ganz gut kennen lernen. Und Möbelqualität muss ich bei diesem Projekt noch nicht erreichen.








Es kommt 100x80 mm und 80x60 mm Fichte/Tanne Holz zum Einsatz. Die Schürze ist 40 mm stark,

Nach dem hobeln, habe ich die Füße, welche aus zwei 100x80 mm zum 160x100 mm Füße entstehen, zusammen geleimt. Durch das exakt gehobelte Holz war das kein Problem.


Ich habe den Leim dünnt mit der Walze aufgetragen.



Nachdem die Füße verleimt waren, habe ich sie noch einmal durch den Dickenhobel gelassen um die leichten Unebenheiten, die beim verleimen entstanden sind, zu egalisieren.

Danach ging es daran, das Profil für die Streben und Zargen heraus zu arbeiten. Dies habe ich mit der Tischkreissäge gemacht, was sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat. Hierbei habe ich gelernt, das es durch aus zu beachten ist, ob man den Riss stehen lässt, oder ob man rechts oder links vom Riss sägt.




Beim zweiten Fuß wurden die Aussparungen sehr gut und pass genau, Nach 4 Stunden Dauersägen waren die Füße dann fertig. Mit einer leichten, kleineren Säge wäre diese Arbeit meines Erachtens nicht zu machen. 




Danach wurden die Füße verleimt und montiert. Ich habe mich für Schraubverbindungen entschieden, um diesen Prototyp zügig fertig zu bekommen, weil auf diesen Wackel-Böcken und der MDF Platte macht das arbeiten keinen Spaß. Ich brauch schleunigst eine Werkbank.


Die unteren Streben habe ich mit vier 5x70 Torx Schrauben verschraubt. Hierbei handelt es sich um eine Kreuz-Überblattung die nur zur Konstruktion dienen.

Da auf die oberen Streben auch Last nach unten abgetragen wird, habe ich die Überblattung mit der vollen Materialstärke aus den Füßen ausgearbeitet, um die Strebe nicht zu schwächen und das Auflager so groß wie möglich zu lassen. Diese Streben wurden mit 8x120 mm und Leim mit den Füßen ebenfalls verschraubt.



Ein Fuß-Teil wiegt um die 13 kg, das heißt das Gestell der Bank wird auf ca. 45 kg kommen. Mit der 22 mm MDF Platte wird die Bank dann auf ca. 65 kg kommen.

Da werde ich mir noch etwas einfallen lassen müssen, um der Roubo Bench noch ein bisschen Gewicht beizubringen. Haben solche Boliden gerne 150 - 200 kg. Mal sehen, vielleicht lege ich Beton Gehwegplatte unten auf die Zargen. 




Die Zargen sind stramm heraus gearbeitet worden und ebenfalls mit zwei 8x120 mm Schrauben verschraubt. Ein verschrenken der Bank scheint mir so unmöglich, da 1600 mm Holz die Zarge daran hindern, sich zu bewegen. Und die zwei Schrauben bekommt ein Mensch auch nicht abgerissen.







So nun kam der Moment der Wahrheit. Das Gestell wurde auf die eigenen Füsse gestellt und zu meiner Freude, es wackelt nicht. Das Bankgestell steht satt auf dem Boden, ohne jegliche Toleranz in den Beinlängen. Sehr gut geworden, fürs erste Mal, nach solch umfangreicher Profilierung der Füße.



So, das reicht für Heute, mit dem Rest geht es die Tage weiter,

es grüßt herzlich,

Andi - Alwaysworkingman

Hier geht es weiter zum zweiten Teil

Kommentare:

  1. Hallo Andi,
    du wirst sehen, das fehlende Gewicht wird nicht das größte Problem sein, sondern dass die Werkbank auf dem Fliesenboden rutschen wird, wenn es zur Sache (handwerklich) geht.
    Kauf dir im Baumarkt ein paar dünne Fußabstreifer aus Gummi und klebe sie unter die Füße, dann ist es mit dem Rutschen vorbei.

    Staubige Grüße aus der Werkstatt
    Volker

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  2. Hallo Andi,

    Sieht schon sehr gut aus. Die Bank wird auch ohne Ballast stehen bleiben wenn du unter die Füsse Antirutschmatten legst! Ich bin schon gespannt auf das Ergebnis.

    Grüße,
    Marc

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    1. Hallo Marc,

      genau das wollte ich erstmal ausprobieren. Mittlerweile weiß ich, das sie ca. 70 - 80 kg wiegt. Ist ja jetzt mal nicht "Nix".

      Gruß Andi

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  3. Hallo Andi,

    ich habe solche Aussparungen schon sehr oft auf einer kleinen leichten Erika gemacht und das ging sehr gut.

    Gruß

    Heiko

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    1. Hallo Heiko,

      ich meine nicht die Erika, das ist ja auch eine recht große Säge. Ich denke ähnlich wie meine PK250.

      Ich meinte eher eine PTS10 oder GTS10 und Konsorten. Da wäre der Schiebeanschlag meines Erachtens überfordert mit solch massigem Holz. Hier macht sich ein recht massiger Schiebe/Ablänganschlag bezahlt und die 4,2 KW.

      Gruß Andi

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  4. Hallo Andi,
    bei deinem jüngsten Beitrag (Gestell und Platte finden zusammen) kann man keinen Kommentar einstellen, darum mache ich es hier.
    Ich hätte eigentlich nur die Frage, wie du jetzt die Löcher bohren willst, wenn die Platte schon mit dem Gestell verschraubt ist. Ich gehe davon aus du wirst die Löcher mit einem Forstner-Bohrer oder mit einem Wave Cutter bohren. Beim Bohren von oben durch die Platte wird dir MDF an der Unterseite durch den Druck beim Bohren mit Sicherheit heftig ausbrechen. Wie möchtest du das jetzt verhindern? Es müsste was untergelegt werden.
    Gruß
    Volker

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    1. Hallo Volker,

      Danke für den Hinweis, hab die Kommentar Funktion aus versehen gesperrt.

      Über das Löcherbohren wird es ein Video geben. Es ist nicht so tragisch, als man denkt :-)

      Gruß Andi

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Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.