Sonntag, 8. Dezember 2013

French "Roubo" Bench Werkbank etwas anders........

Hallo liebe Leserinnen und Leser, liebe Holzwerker,

nachdem ich die letzten Wochen stark mit dem Umbau meiner neuen Werkstatt beschäftigt war, komme ich nun endlich dazu, wieder "Holz zu Werken".

Die letzten Wochen waren gezeichnet von gibsen, verputzen, Wände bauen, Abflussrohre tauschen usw. Ich wollte die Holzwerker-Gilde mit diesen Dingen nicht langweilen. Selbstverständlich kommen noch Bilder der neuen Werkstatt.

Allerdings habe ich zum Umzug etwas Entscheidendes getan. Ich habe meine Mechaniker Style Werkbank verkauft. Schon fast symbolisch. Ich wollte diesen Werktisch nicht mehr in die neue Werkstatt mit umziehen. Gedanken eine neue Werkbank zu bauen trage ich schon seit Monaten mit mir rum. Jetzt muss ich es tun. Ich habe ja keine mehr.







Die grüne Mechaniker Werkbank war in der alten Werkstatt nur geduldet und damals nach dem Umbau eine schnelle willkommene Lösung. In der Zeit des Umbaus der neuen Werkstatt habe ich mich an endlosen Abenden mit Werkbänken beschäftigt. Ich denke ich habe so ziemlich jeden Blog dieser Erde nach Werkbank Konstruktionen und Eigenumbauten durchforstet. Nebenher habe ich noch das Buch von Chris Schwarz "Workbenches: From Design & Theory to Construction & Use" gelesen. Ich war also ziemlich "Zerworkbenched".

Die Geschichte um die Roubo Bench geht zurück in das 18. Jahrhundert. Das Thema Roubo ist in den USA sehr populär und viele Woodworker dort, verwenden die Roubo Bench. Auch mich hat diese Werkbank in Ihren Bann gezogen. Irgendwie cool. Werkbank - 18. Jahrhundert. Das ist was für mich.

Was mich fasziniert an dieser Art Werkbank:

  • Old School Werkbank
  • Massiv
  • Schwer
  • 3 dimensionale Spannmöglichkeiten

Was mich abschreckt an dieser Werkbank:



  • die benötigte Holzmenge.
  • die unberechenbare Werkbankplatte, die aufgrund Ihres massiven Kerns gerne in klimatisch schwierigen Bedingungen, wie es mein Keller durchaus ist, macht was sie will und sogar das Gestell zum verziehen bringt.
  • ich möchte meine Werkbank nicht ständig abrichten, um eine gerade Fläche zu haben.
  • durch die dicke Platte benötige ich "Holdfasts" um Dinge auf die Platte zu spannen. Sind mir irgendwie zu grob.

Nach langem Hin und Her und auch hitziger Diskussionen im Woodworker Forum habe ich mich einen Abend intensiv mit der Konstruktion einer für mich idealen Werkbank heran gewagt.

Ich habe einfach mal Punkte notiert, die mir wichtig erscheinen.

  • Eigentlich sollte sie so vielseitig sein, wie der Festool MFT/3. Zeigen täglich Holzwerker in der ganzen Welt, das sie mit dem kleinen Ding alles irgendwie ideal verspannen und bearbeiten können.
  • Old School - wichtig
  • Die Werkbankplatte soll aus MDF werden, das sich MDF nicht verzieht und schön gerade ist.
  • Massiv soll sie sein, weil das ist der MFT aufgrund seines mobilen Einsatzgedankens nicht.
  • Die Holzkosten sollen sich im Rahmen halten, da dieses Projekt durchaus nicht zum Erfolg führt, ein Prototyp wird sozusagen gebaut.
  • Mit meinen Mitteln was Werkzeug und Können angeht sollte der Werktisch enstehen.
  • Das Holz muss es im Baumarkt/Holzhandel trocken geben.
  • Wenn der Werktisch nicht den erwünschten Erfolg bringt, muss er wenigsten noch 1 - 2 Tage warm geben :-)
  • Ich möchte an allen möglichen Ecken irgendwas mit normalen Schraubzwingen festspannen, die Werkbankplatte muss aufgrund dessen eben mit den Beinen sein.
  • Sie braucht nicht für die Ewigkeit halten, ich möchte ja auch mal noch was anderes ausprobieren.

So ist die Vision eines Roubo Bench Werkbank ähnlichen Werktisch/bank entstanden.





Das Untergestell wird aus Fi/Ta Rahmen 100x80 mm und 80x60 mm ausgeführt, wobei die Beine verleimt werden und somit Füsse mit 160x100 mm entstehen, die mit 80x60 mm Zargen zusammengehalten werden. Die Rahmen werden sägerauh durch die Dickte geschickt, sodass sich die Dimensionen etwas verringern werden.

Die Zargen werden mit Überblattungen sehr einfach gehalten ausgeführt und zum Teil noch verschraubt. Ich verzichte absichtlich auf Zapfen Verbindungen, weil ich mir das zu langatmig für den Bau und Zweck ist und ich so etwas noch nie gemacht habe in diesen Dimensionen. Die Überblattungen kann ich alle mit der Tischkreissäge und meinen begrenzten Handwerkzeugmitteln erledigen.


Damit sich die recht dünne 20 mm MDF Platte nicht durchbiegt, kommt eine Mittelzarge 80x60 mm zum Einsatz die über eine Kreuz Überblattung die Last auf die Füsse bringt. Die Schürzen der Werkbank werden 100x40 mm und versteifen die Bank zusätzlich.



Aufgrund der massiven Füsse kann man zumindest auf dieser Fläche gut mit Stechbeitel stemmen.



Die Last wird komplett auf die Füsse verlagert. Die dünne 20 mm MDF Platte wird sich nicht durchbiegen, da keine großen Spannweiten für die Platte da sind. Maximal 300 mm.


Spannmöglichkeiten an der 40 mm starken und 100 mm hohen Schürze und an den Beinen sind gegeben.









Soweit zur Theorie :-)

Es würde mich freuen, wenn Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, angeregt mit diskutieren und mir eventuelle Denkfehler aufzeigen.



Ich freue mich in den nächsten Tagen mit dem neuen Projekt zu beginnen,

bis dahin grüßt herzlich,

Kommentare:

  1. Hallo Andi,

    Ich finde toll das du dich nicht abschrecken lässt und dir deine Gedanken machst.

    Zwei Gedanken zur Werkbank, wenn du die in deiner neuen Werkstatt baust solltest du beachten , dass die auch irgendwann wieder raus muss. Das heißt die Werkbank sollte durch die Tür passen oder so zu zerlegen sein, dass es passt.

    Mir persönlich würde eine Vorderzange fehlen, die ist bei mir sehr häufig in Benutzung und ich möchte gerade bei der Arbeit mit Handwerkszeugen darauf nicht verzichten. Man hat auch eine Hand mehr frei um das Werkstück halten zu können.

    Viele Grüße
    Christoph

    AntwortenLöschen
  2. Hi Andi,

    schöner Entwurf, allerdings frage ich mich, was der Einsatzzweck sein soll.
    Für einen reinen Montagetisch ist die Konstruktion in meinen Augen fast zu massiv. Da würde ich dann eher Richtung "Torsion Box" gehen und auf ein paar Löcher zum Spannen verzichten.

    Willst du diesen Tisch aber als Ersatz für eine Hobelbank verwenden, dann ist er, wie ich finde, nicht ausreichend steif. Zugegebenermaßen beruht diese Aussage ausschließlich auf meinem Bauchgefühl und deinen Konstruktionsskizzen, aber ich glaube, dass du ohne Diagonalen keinen ausreichenden Widerstand in Längs- und Querrichtung in den Tisch bekommst, um angenehm zu Hobeln und mit Stechbeiteln zu arbeiten. In der Baustatik gibts die schöne Merkregel: Dreieck besteht, Viereck vergeht ;)
    Außerdem würden mir die Zangen fehlen. Bei meiner Hobelbank habe ich die Lochreihen bisher höchstens 10mal benutzt. Die Zangen benutze ich ständig.

    Mit einem Stahlrohrrahmen ist so eine Konstruktion kein Problem, weil du durch eine Verschweißung eine echt biegesteife Ecke hinbekommst. Im Holzbau ist das meiner Meinung nach mit deiner Konstruktion nicht machbar, sondern nur mit sehr viel Metall, bzw. klassischen Holzverbindungen (Schlitz und Zapfen) möglich.

    Da deine Konstruktion auf mehr oder weniger stumpf verbunden Teilen beruht, brauchst du Verbindungsmittel, die die ganze Last übertragen müssen. Im Weichholz sehe ich da das Problem, dass es einfach zu weich ist und sich deine Verbindungsmittel im Holz eindrücken und damit Bewegung in der Konstruktion zulassen.

    Allerdings verlierst du auch nicht viel, wenn du das Untergestell aus günstigem Holz herstellst. Die Platte lässt sich ja auch auf einer anderen Konstruktion verwenden. Ich bin gespannt!

    Viele Grüße
    Tobi

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Christoph,

    die Bank wird nur 700 mm breit, so dass ich sie durch die Tür bekomme. Aber das habe ich eigentlich nicht vor. Außerdem ist sie ja nicht aus den hochwertigsten Materialien. MDF Platte weg, Rest in den Ofen..........(Worst Case) :-)

    Als Vorderzange wird etwas später ein Tischlerschraubstock 52 1/2 zum Einsatz kommen.

    Englischer Old School Schraubstock :-)

    Grüße Andi

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Tobi,

    Danke für Deine hilfreichen Gedanken. Wie ich schon schrieb, es wird ein günstiger Prototyp um diese Form der Werkbank einmal zu testen. Wenn sich in einem Jahr heraus stellt, das die Form für mich die Ideale ist, kann ich das ganzen noch einmal in Buche machen und etwaige Schwächen ausbessern. Stahl kommt nicht in Frage. Ist ja nicht Old School :-)

    Wer weiß, vielleicht ist dann die Nicholson Style Bench dran :-)

    Die Steifigkeit wird für meine Zwecke ausreichend sein. Auch für meine sehr gelegentlichen Hobelarbeiten und Bastelstemm Arbeiten. Meistens wird es ein Werktisch der zur Maschinenarbeit zum Zusammenbau meiner Möbel gedacht ist. Und zum Flachdübeln etc. reicht sie alle mal.

    Wie ich schon schrieb, ich will ja auch mal was anderes probieren. Und erst wenn ich alle Arten von Werkbänken durch hab, wird die Seele Ruhe geben.

    Zur Vorderzange habe ich oben schon was geschrieben.

    Gruß Andi

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Andi,

    die 700mm wären mir zu schmal. Wenn du Platz hast, mach sie ruhig tiefer.

    Gruß

    Heiko

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Andi,

    sehr schöne Idee und ich denke du gehst da auch den richtigen Weg, wenn es mal nicht mehr passt, wird sie halt verfeuert.
    Ich möchte mir eine ähnliche Kosntruktion bauen, allerdings werde ich diese auch der gesamten Rückseiten an die Wand schrauben, so das ich heir auch ein bisschen mehr Festiogkeit erreiche.
    Ginge dies bei dir nicht auch?
    Gruß
    Martin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Martin,

      ich möchte die Bank frei im Raum stehen haben, weil die Wand oft sehr hinderlich ist.

      Gruß Andi

      Löschen
  7. Hallo Andi,

    meinst du, das sich die Lochplatte bei 70cm Breite wirklich durchhängt, und du "zwischenstützen" musst?
    Martin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Martin,

      ich denke sie wird einen leichten Bauch nach unten machen mit der Zeit. Heiko Rech hat das bei seiner Bank an den Randschürzen bestätigt. Er tendiert zu einem dritten Fuß in der Mitte.

      Sicher ist sicher,

      Gruß Andi

      Löschen
  8. Hallo Andi,

    ich bin auf das Ergebnis gespannt.
    Die fehlende Zange wirst Du ja durch einen Tischlerschraubstock kompensieren, nur die Materialwahl...für einen Prototyp OK, aber auf Dauer? Fichte wäre mir zu weich, dafür dass es nur Überplattungen gibt und Du schreibst, Du willst sie frei im Raum stehen lassen, dafür wäre mir Fichte zu leicht, beim Hobeln wird sie wandern.
    Oder machst irgendwelche Anschläge auf dem Boden fest oder Beine Hohl und Sand rein.

    Grüße

    Michael

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Michael,

      Danke für Deine Einschätzung. Die Fichte sehe ich völlig unproblematisch, da ich nicht all zu viel an die Schürze spannen werde, aufgrund des Tischlerschraubstocks.

      Das mit dem Gewicht kann ich noch nicht einschätzen. Vielleicht mache ich unten zwischen die Längszargen noch eine MDF Platte rein und leg paar Betonplatten (Gehwegplatten) rein.

      Allerdings Heiko hat seine Bank auch nur mit Anti Rutsch Matten gesichert, und er arbeitet weit mehr und härter mit Handwerkzeugen als ich.

      Der Prototyp deshalb, weil ich die nächsten 2 Jahre erst mal meinen Weg finden muss. Und womöglich noch andere Arten von Werkbänken/Tischen bauen werde.
      Wird sich der Weg mehr in Richtung Handwerkzeuge entwickeln, muss eine bessere, schwere Hobelbank her. Wenn sich aber die Tätigkeit stark auf Maschinenarbeit und Montage ausrichtet, reicht mir dieser Werk und Montagetisch aus. Flachdübeln und Schrauben kann ich da allemal.

      Wie gesagt, es werden die tollsten Sachen auf dem MFT/3 gemacht, und der wackelt mal wie ein Kuhschwanz durch die Gegend, wenn man ihn hart angeht. Zum Montieren und verleimen ist er aber perfekt.

      Man wird sehen, und wenn es nichts ist, ist nächsten Winter wieder 2 Tage warm in der Stube :-)

      Gruß Andi

      Löschen
  9. Ich würde die Bankplatte aus massivem Hilz machen und mindestens 80mm dick. Mit demmMDF wird man nicht glücklich, wenn man mit Handwerkzeugen stemmt und hobelt. Ich bin mit meiner Roubo sehr zufrieden

    AntwortenLöschen
  10. Hallo Andi,
    deine Werkbank würde ich erst mal so bauen wie du es geplant hast. Die verschiedenen Ideen und Vorschläge sind sicherlich berechtigt, aber du hast dir ja lange genug Gedanken über die Planung gemacht. So wie ich dich verstehe, soll diese Werkbank ja nicht deine Letzte sein.
    Um die Bank schwerer für Hobelarbeiten zu machen gibt´s ja genügend Möglichkeiten dies zu verwirklichen. Eine Vorderzange wäre sicherlich sinnvoll anzubringen und in einem möglichen Fall von Brennholzverwendung kannst du diese ja gleich entsprechend konstruieren und bauen.
    Schönen Gruß,
    Dominik

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Andi,
    tollkühnes Vorhaben aber zieh es durch! Das mit der MDF-Platte würde ich mir aber nochmals genau überlegen. Ich denke nicht dass die lange hält. Wenn du mal Leimreste oder so an die Lochkanten bekommst, dann reißen die beim Säubern aus.

    Aber wenn du mal von in meinen Augen den besten Werkbänken träumen möchtest, dann musst du mal hier schaun...
    http://www.maguireworkbenches.com/

    Davon träume ich.... oder ich fang dann doch mal zum Lottospielen an ;-)

    Staubige Grüße aus der Werkstatt
    Volker

    AntwortenLöschen
  12. Hallo.

    TheEnglishWoodworker ist eine meiner Lieblingsseiten. Diese Werkbänke sind Klasse. Dieser Dialekt, Irre. Die Little John Bench würde mir schon reichen.

    Ein Beweis dafür, das traditionale Bänke durchaus ihre Berechtigung haben. Daher mein Prototy, um heraus zu finden, welche Bank zu meiner Arbeit passt.

    Ich werde wohl noch Einige bauen,

    Gruß Andi

    AntwortenLöschen
  13. Hallo Andi,

    jetzt versuche ich mich doch mal in der Kunst des Kommentare schreibens =)

    1) Sehr löblich eine eigene Werkbank zu bauen, zumal man doch sehr viel Zeit daran verbringen wird. Das führt dann aber auch gleich zu Punkt

    2.) Was mir nicht so zusagt, ist der Gedanke der thermischen Verwertung.... man sollte doch zumindest schon mal so an jedes Projekt rangehen, als ob man für die Ewigkeit bauen würde. Modifikationen lassen sich dann immer noch durchführen. Aber erstmal bauen und schon im Hinterkopf zu haben, dass man das Ding dann ohnehin mal verbrennt, wäre mir persönlich zu blöd bzw. hierfür wäre mir meine Freizeit zu Schade.... Aber das ist persönliche Ansichtssache.

    3.) Die Bankplatte aus MDF zu machen ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. Es gibt durchaus andere Plattenwerkstoffe die ebenfalls ein sehr gutes Stehvermögen haben. Nur weil Festool beim Multifunktionstisch auf MDF setzt, das ganze kopieren zu wollen, beist sich auch sehr stark mit dem von Dir angestrebten oldschool look!!!!
    Mein Favourite wäre ganz klar: Buche Multiplex

    Übrigens verweise ich auf eine Aussage von Guido Henn im Holzwerkerforum. Dabei ging es um den Nachbau seiner Multiwerkbank... Essenz seiner Aussage war.... würde er ihn nochmal bauen, er würde auch Buche Multiplex anstelle von Siebdruckplatte nehmen. Nur mal so am Rande....

    Und übrigens hat so mancher Baumarkt auch keilverzinkte Bucheküchenarbeitsplatten im Angebot. So um die 100 € und man bekommt die Abmessungen 2000 x 600 x 40 ! Wäre vielleicht auch eine Überlegung wert.

    4.) Willst du auf dem Tisch auch was arbeiten, oder willst du ihn als Sieb benutzen??? Spaß beiseite, aber wenn die Breite mit 70cm angedacht ist, dann sind deine Bankhakenlöcher doch mehr als reichlich übertrieben. Ich habe lediglich 2 Lochreihen mit jeweils 30 cm Abstand auf der vorderen Bankhälfte und muss sagen das reicht dicke... ausserdem gebe ich zu bedenken: Zusätzliche Löcher sind schnell gebohrt. Also vielleicht erstmal mit wenigen rantasten und ausprobieren, ob man mit diesen zurecht kommt.


    5.) Wenn ein Tischlerschraubstock angedacht ist, würde ich diesen nicht als Vorderzange montieren sondern als Hinterzangenersatz. Hat m.M. nur Vorteile: Mit Lochreihen und Bankhaken am Schraubstock kann man über die ganze Banklänge spannen. Als Vorderzange würde er die Bank verbreitern und wäre ausserdem hinderlich große Werkstücke mithilfe der Schürze und der bündigen Beine zu spannen.


    6.) Die bündigen Beine finde ich übrigens sehr gut... wünschte das hätte ich damals auch so gemacht....

    7.) Die Querverstrebung würde ich wie schon vorgeschlagen einbringen... auch wenn die Bank frei im Raum stehen soll. Man kann sich ja für eine Seite als Rückseite entscheiden, von der aus dann eben nicht auf das unter der Bank lagernde Werkzeug zugegriffen werden kann.


    Hoffe etwas konstruktive Kritik beigesteuert zu haben.....


    MfG

    Oerty

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Oerty,

      Dein Kommentar freut mich besonders. Ich mag Kommentare, bei denen sich der Schreiber 10 Minuten Zeit nimmt, und versucht ausführlich einen Kommentar zu verfassen.

      Vielen Dank für Deine Denkanstöße:

      Die 40 mm Buchen Küchenplatte hatte ich auch im Sinn. Chris Schwarz schlägt in seinem aktuellen Video sogar vor, 2 IKEA Kückenarbeitplatten zu verleimen um eine 8 cm Bankplatte zu bekommen.

      Deine Idee finde ich Klasse. Bloß muss ich mich dann von dem Gedanken lösen, Festool Spannelemente zu verwenden, lösen.

      Die funktionieren bei 40 mm oder gar 80 mm nicht mehr. Es würde dann auf eine rein "klassische Arbeitsweise mit Holdfasts/Holdsowns und Tail und Frontwise hinaus laufen. Auch meiner Schürze mit 40 mm wäre zu dünn um Schraubzwingen zu verwenden.

      Anzusehen ist das in den amerikanischen Videos sehr schön, aber ich bin glaube ich eher der moderne Typ mit Festool Spann Elementen, als diese Stahl Holdfasts.

      Aber, ich werde noch mal drüber schlafen, über die "andere Bankplatte" :-)

      Die thermische Verwertung ist so ein Ausspruch der Schwaben. Da kommt daher, weil ich noch nicht weiß, ob mein Vorhaben, entgegen aller Kritiker die Bank in Weichholz zu bauen, funktioniert.

      Natürlich gehe ich davon aus, das mit meiner doch sehr sanften Arbeitsweise, das Weichholz durchaus 10 Jahre Bestand hat.


      Da möchte ich mal etwas zu den Kritikern anmerken:

      Eine Werkbank muss nicht so konzipiert sein und aus Material bestehen, das sie täglich eine hirnlose Attacke mit einem Beil oder Vorschlaghammer übersteht. Klar, meine Weichhholz Bank wäre in 5 Minuten down. Eine Buche Bank würde wahrscheinlich ein paar Stunden Stand halten :-) Aber mit normaler Arbeits/Montagearbeit ist so eine Weichholzbanl auch nicht klein zu kriegen. Mein Fertihaus hat 90 mm Ständer, meine Bankfüsse 160 mm....... Beides in S10.

      Heiko Rech beweist es, seine Seekiefern Bank sieht nach einem Jahr immer noch sehr gut aus. Er arbeitet aber auch m.E. etwas umsichtig im Umgang mit seiner Werkbank/Werktisch.

      Aber etwas verstehe ich noch nicht. Was meinst Du mit Querverstrebung ? Das heißt, die an der Rückseite befindlichen Füße mit einer beispielsweise Platte zu verbinden ? Weil der Vorschlag diagonale Streben einzubauen erachte ich als übertrieben. Hat keine Hobelbank der Welt. Außer die, die tägliche Hammer und Bei-Attacken überstehen müssen :-)
      Das mit der Platte für hinten wäre gute denkbar für mich, da ich den Unterraum eh noch umbauen möchte als Stauraum für Systainer.

      Vielen Dank für Deinen Kommentar,

      Gruß Andi

      Löschen
  14. Hi Andi,

    mit Querverstrebung meinte ich eine Diagonale zwischen den hinteren beiden Füßen! Kann man aus einem Kantholz machen. Aber es wäre natürlich auch eine Rückwand aus Plattenmaterial denkbar um noch zusätzlich auszusteifen!


    Freue mich schon auf die Baudoku =)

    MfG

    und guten Rutsch

    Oerty

    AntwortenLöschen

Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.