Sonntag, 23. März 2014

Ein einfaches Badezimmermöbel - Teil 2 - Abschluss und Montage vor Ort

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nachdem im ersten Teil die beiden Korpen verleimt wurden, ging es heute an die Abschlussarbeiten.





Für die Rückwand wurde eine 3,5 mm HDF Platte im Dekor "Schwarzbraun" verwendet.

Passend zur Tür und zum Design des Badezimmers.

Die dunkle Platte lässt das dünne Schränkchen wertiger aussehen, als eine einfache weiße Rückwand.
















Für die nach innen versetzte Bordüre habe ich bei IKEA passend zur Tür ein kleines Abschlussbrett im selben Dekor dazu gekauft und habe daraus die Bordüre geschnitten.

Da nur die vordere Kante zu sehen ist sind die Ausrisse vernachlässigbar.




Danach habe ich die Tür zur Probe eingebaut. Da ich den Korpus wie beim Original 298 mm x 700 mm gebaut habe und auch die Lochreihen wie ab Werk eingebracht habe, passte die Tür ohne Tadel.
Der Schwede macht seine Lochreihen 27 mm zur Vorderkante und 27 mm zur Korpusunterkante.




Die Montage vor Ort gestaltete sich etwas schwieriger, obwohl ich damals beim Aufmaß sehr ordentlich vorgegangen bin. Allerdings wurden seither noch Fliesen an der Wand angebracht, deren Stärke ich damals nicht kannte. Und leider hatten Die einen Auftrag von 15 mm.

Da es wegen den Balken im oberen Bereich sehr eng her ging, haben die 15 mm leider eine Rolle gespielt.

Das hieß Anpassung vor Ort beim Bauherren.

Ich: "Hast Du eine Säge"
Bauherr: "Klar, eine Stichsäge"
Ich: "Naja, bis ich jetzt nach Hause gefahren bin und die Tauchsäge geholt habe, bring ma"

Kurzer Zeit später lächelt mich eine Black & Decker Stichsäge an. :-)

Mit einem Laminatbrett wurde zumindest ein Anschlagbrett an den Schrank geklemmt und dann wurde gesägt. Es gibt kein zurück mehr. Danach wieder probeweise aufeinander gestellt.

Sch..... passt immer noch nicht. Also wurde die Rückwandnut noch einmal im Bereich der Fliesen mit 5 mm Zusatz abgenommen. Schön ist anders. Es wird dem Bauherrn nichts andere übrig bleiben, als in diesem Bereich eine weiße Abschlussleiste zu montieren. Weil leider Ausrisse und leider krumm, was bei der Verwendung dieser Säge nicht zu vermeiden war. Man kann es aber akzeptieren in diesem Bereich.

So, jetzt gibt es noch ein paar Abschlussbilder:





Kampfspuren von der Montage. Man kann noch so aufpassen. Wenn es klemmt, passiert so etwas.


So, ein weiteres Projekt kann als abgeschlossen bezeichnet werden.

Ich habe viel bei diesem Projekt gelernt was ich in einer kleinen Aufzählung festhalten möchte:

  1. Aufmaß vor Ort darf nicht genau auf den Zentimeter sein. Lieber 5 cm Luft lassen zu allen Seiten. 
  2. Vorsicht bei Einbau in toten Ecken. Hier waren die Balken "im Weg" :-)
  3. Weißer Span verzeiht nichts.
Trotz allem hat mir das Projekt sehr viel Spaß gemacht. 

Vor allem freut es mich, das meinen Freunden der Schrank gefällt und ich so für sie ein kleines Problem lösen durfte. Nämlich in ein sehr kleines Bad maximalen Stauraum schaffen. 

Desweiteren konnte ich meine Grenzen austarieren, was das Material und meine Maschinen angeht. Es hat sich gezeigt, das die Größe der Korpen mit 1200 mm Höhe fast an der Grenze meiner Räumlichkeiten sind. Diese Größe ist zu Hause gerade noch gut zu verarbeiten, wenn "Mann" alleine ist und "Mann" nur eine kleine Tischkreissäge hat.

Flachdübel und PocketHoles sind einfach unschlagbar, bei der Verbindung von Platten. Zumindest für mich.

So ich wünsche Euch viel Spaß beim weiteren Stöbern auf meinem Blog,

Es grüßt herzlich 

Euer Alwaysworkingman - Andi 

Kommentare:

  1. Hallo Andi,
    was die Grenzen der Korpusteile angeht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass dies sehr Materialabhängig ist.
    Du hast dir natürlich mit einer beschichteten Spanplatte so ziemlich mit die schwerste Variante ausgesucht.
    Ein Holzkorpus z.B. aus Erle hat da schon deutlich weniger Gewicht.
    Herzliche Grüße
    Volker

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Volker,

    ich gebe Dir da recht. Aber der Freund (Kunde) wollte weißen Span. Ich muss sagen, ich habe Ihm auch dazu geraten. Weil hätte ich das ganze in Tischlerplatte gebaut, was viel angenehmer gewesen wäre, hätte ich eine Öl oder Lackierorgie gehabt.

    Und ich wollte meinen Freunden auch nicht zumuten, das Möbelstück immer mal wieder nach zu ölen etc pp., was in einem Badezimmer zum tragen gekommen wäre.

    Irgendeine Kröte muss man meist im Leben schlucken. :-)

    Danke fürs vorbei schauen,

    Gruß Andi

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Andi!
    Chicke Badezimmermöbel! Das macht mal wieder richtig Spaß, Deine Projekte anzuschauen. So wertet man ein Badezimmer auf. ;-)
    Unser Angebot steht nach wie vor übrigens: Wenn Du möchtest, stellen wir Deine Projekte mit Bloglink gern auf unserer Facebookseite vor. Einfach Mail an fb@SPAX.com schicken.
    Ansonsten mal viel Spaß beim weiteren Bauen!
    Dein SPAX-Team

    AntwortenLöschen
  4. Hi Andi,
    Das Projekt könntevon mir sein. Meine Kollegen nennen mich nämlich scherzhaft "Spanplattenmann" :-)
    Sehr interessanter Bolg, Vor allem "die Sicht der Dinge" entpricht auch meiner Vorstellung von eienm Heimwerker!

    Lg
    Stefan

    AntwortenLöschen

Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.