Sonntag, 30. November 2014

Endlich komplett - Hobelmaschine angeschafft - HCM 260

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

endlich ist der Alwaysworkingman komplett. Zumindest mal für die nächste Zeit :-)

Ich habe mir eine Dicken - und Abrichthobelmaschine gebraucht gekauft. Ich habe ja lange mit dem Gedanken gespielt, mir eine Neue, reine Montage-Dickenhobelmaschine zu kaufen. Im Werkzeugkompass wurde diese ja auch gerade getestet. Der Preis ist auch verlockend für solch eine Maschine.

Heiko Rech hat ja auch in seinem Video gezeigt, wie einfach es ist, krumme Bohlen "Dickenhobel bereit" zu machen. Und da ist der Hase im Pfeffer vergraben.








Wir wären wieder beim Thema Internet, Woodworking und YouTube :-) Im Video von Heiko Rech sieht das einfach aus und praktikabel. Ja, für Heiko ist es das sicherlich auch. Er kann nämlich was, und hat Jahrzehnte lange Erfahrung mit Massivholz und Handhobeln. Ich nicht. Ich habe zwar auch schon 100 Stunden Videos angeschaut, aber gearbeitet habe ich damit noch nicht. Und ob ich die Ausdauer habe, das zu machen, glaube ich auch nicht.

Es gibt ja desweiteren auch Videos, wie man so eine krumme Bohle auf ein MPX Brett legt und mit Keilen, die man mit Heißkleber festmacht, "Montagehobelbereit" macht.

Sorry, für mich zuviel Aufwand. Ich könnte mir das vorstellen, wenn ich eine "Ami-Nuss" Bohle so vorbereiten würde, weil die auch wertvoll ist. Da könnte man ja mal ne Stunden investieren in diese Bastelei. Aber was macht man bei einem sägerauen Fichtebrett. Fängt man da auch, stundenlang an zu kleben ? Klar, wird der Leser denken, Fichte kann man auch gehobelt kaufen. Aber das geht ja nicht, wenn man eine Hobelmaschine im Keller hat. Die will ja auch was machen :-)

Kurz um. Ich bin halt nicht der "Hand-Typ". Das muss Jeder für sich selber heraus finden. Ich komme besser mit Maschinen zurecht und meine Arbeit wird auch immer sehr Maschinenlastig bleiben.

Nun endlich zur Maschine:

Es handelt sich um eine Scheppach HCM260 Bj. 97 mit Langlochbohreinrichtung. Ausschlaggebend für den Kauf einer gebrauchten Maschine: (Ich habe ja schon mal in die ......... gegriffen mit der kleinen Metabo) war :

  • Die Maschine stand 40 km von mir entfernt.
  • Der Verkäufer war am Telefon sehr nett. Schwabe durch und durch. Die Maschine war von Anfang an in seinem Besitz. Da er aber jetzt in Rente geht, lies er durchblicken, dass die Maschine schon seit Jahren gar nicht mehr genutzt wurde.
  • Der Preis war okay.


Also nichts wie hin. Spontan aus dem Bauch heraus.

Was ich vorfand:
  • Eine tadellose Maschine. Nicht verkratzt, nicht "vermackt", sauber.
  • Komplettes Zubehör
  • Sehr gepflegt
  • Der Verkäufer zeigte mir stolz die Rechnung und den Orig. Lieferschein. Immer ein sehr gutes Zeichen. Er war sehr stolz auf die Maschine.
  • Sie war nur im Hobbie Einsatz.

Also, aufgeladen und mitgenommen.

Am nächsten Tag die Maschine mal näher angeschaut. Abdeckung ab.






Das gibt es doch nicht. Habe ich ein "Flachriemen Trauma" als Lebensaufgabe ? Schon wieder dieser blöde sch....... Flachriemen im Eimer.....
Geflucht, weil Sonntag. Und mit dem Riemen geht das nicht mehr lange gut.
Sofort hatte ich Bedenken, das es wieder das selbe Drama gibt, weil man den Riemen vielleicht nicht mehr herbekommt.

Der Sonntag war eigentlich gelaufen :-)











Am Montag habe ich mich dann, morgens, an die Firma Scheppach gewandt. Was soll ich sagen. Ich bin begeistert. So ein freundliches Telefonat würde ich mir bei den ganz "Grossen" auch wünschen.

Alles kein Problem. Die Maschine ist noch komplett in der Ersatzteil Beschaffung. Wirklich, alles.
Aufhin meiner Nachfrage, ob ich noch mit einem Techniker reden könnte, wurde ich sofort mit einem Ingenieur verbunden. Ein "alter Hase". Er kennt die Maschine bis ins letzte Detail.

Er hat mir gerne alle meine Fragen beantwortet, mir Tipps gegeben und mir auch die Schwachstellen benannt. (Obwohl er keine größeren sieht) Und das bei einer 17 Jahre alten Maschine...........

Mein erster Eindruck: Die Firma Scheppach wird zu unrecht immer diskreditiert.
Vielen Dank noch einmal an die Firma Scheppach. Es hat wirklich Spaß gemacht, da anzurufen.

3 Tage später kamen dann die ersehnten Ersatzteile. (Absaughaube hat wie immer auch gefehlt)

Gestern Abend habe ich gemeinsam mit Dominik (ein Holzwerker, den ich durch das Woodworking Forum kennengelernt habe), die Hobelmesser justiert. Danach hat er mich fachkundig in den Umgang mit der Maschine und mit dem Hobeln als solches eingewiesen. Nach dem ersten, geraden Brett, sind wir dann zum gemütlichen Teil über gegangen.

War ein toller Abend und sehr lang :-)




Finde ich gut gelöst. Es ist eine Vorrichtung dabei, die an der Wand festgeschraubt wird, um die Langlochbohr Einrichtung sicher aufzuhängen. Wer weiß, wann ich diese mal benutzen werde.


Da "Mann" ja jetzt eine Hobelmaschine hat, musste heute natürlich gehobelt werden und "Irgendwas" produziert werden damit.

Da ich noch zwei kleine Paletten zu Hause hatte, wurden kurzerhand die tauglichen Bretter herausgeschnitten und Leimholz erstellt :-)

Um mir das Leben einfacher zu machen, habe ich je 2 10er Lamellos gesetzt. Wer weiß, ob ich 1000 jemals loswerde.



Aldi Express Leim. Funktioniert sehr gut.





Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen.

Alles in allem hat die Leimholz Herstellung sehr gut geklappt und heraus gekommen sind zwei kleine Leimholzplatten, für die ich in nächster Zeit sicherlich wieder ein kleines Projekt haben werden.

Wahnsinn, ich bin begeistert.

Bis demnächst, es grüßt herzlich,

Andi - Alwaysworkingman










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