Donnerstag, 7. Januar 2016

Übung: Tür mit einfacher Rahmenfüllung erstellen

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich habe ja vor ca. einem Jahr die Rubrik "Übungen" ins Leben gerufen. Dort hatte ich mir vorgenommen, immer mal wieder Übungsaufgaben zu absolvieren.

Ich war ja letztes Jahr bei Heiko Rech im Kurs Möbelbau mit Leimholzplatten. Dort habe ich einen kleinen Buchenschrank gebaut. Im Kurs habe ich damals sehr viel für mich mitgenommen. Weil der von mir gefürchtete Rahmenfüllungsbau wurde dort sehr genau und vor allem praxisnah behandelt und all meine Bedenken wurden in Luft aufgelöst.


Sozusagen weg vom Zehntel und den wilden Theorien und ran ans Holz.

Das Ergebnis des Kurses können Sie sich hier ansehen: Kleiner Buchenschrank

Genug der Vorrede. Eine weitere kleine Übung steht an.


Hier muss was getan werden.
Der Staub im Regal nervt.
Tür davor und gut.


Planung:

Kurze Skizze auf einem Fresszettel um eine Rahmenfüllungstür zu erstellen. Da es sich um einen Werkstattschrank handelt, spare ich mir das intensive "Planungsgeplänkel".

Die Maße wurden aufgenommen und die Skizze kann wahrscheinlich auch nur von mir gelesen werden. :-)



Material:


Was da ist !

Ich habe noch zwei Fichtenabschnitte 18 mm und eine 6 mm Verpackungssperrholz.

Die massive Füllung spare ich mir in der Werkstatt.







Foto an stillstehender Maschine ohne Absaugung :-)



Zunächst einmal werden die zwei Fichtenrahmen auf das maximale Maß von 46 mm ausgehobelt.

Zum einen erleichtert es die weitere Konstruktion des Rahmens und man kann sich das schleifen der Kanten sparen.

Gehobelt ist ja "fatzglatt" und die Kanten sind messerscharf.









Fräsen der Nuten und Falze:

Der neue Frästisch zeigt sich beim erstellen der Nuten und der Falze bei diesen kleinen, schmalen Werkstücken als unverzichtbar.

Von unten abgesaugt funktioniert sehr gut.
Da ich noch keinen Scheibennuter habe kommt ein 6 mm Nutfräser zum Einsatz. In Nadelholz überhaupt kein Problem.

Ich fräse die Nut von beiden Seiten. So entsteht eine vollkommen mittige Nut mit einem Maß von 6.5 mm.

Die 6 mm Sperrholzfüllung passt so auch ohne Abblattung sehr gut in die Nut.

Ich habe die Absaugung unten an der Maschine angebracht und so wurde die Nut perfekt abgesaugt.





Bei der Erstellung des Falzes für den Rahmen habe ich die schmale Leiste an einen Buchenrest gespannt, um so bequem den Falz erstellen zu können.

Das funktioniert sehr gut. Ohne diese Führungsplatte wäre es eigentlich nicht möglich und vor allem "sehr gefährlich" diesen Falz zu fräsen weil der Rahmen wegkippt oder verkantet.





Verleimen der Tür:



Man kann sich gar nicht genug auf´s verleimen vorbereiten.


Verleimungen gehe ich mittlerweile fast schon meditativ an. Es wird sämtlicher unnützer Kram von der Werkbank entfernt und alles pingelig hingerichtet.

So vorbereitet war das verleimen sehr angenehm.

Naja, ein bisschen Kribbeln ist beim verleimen wegen des Zeitdrucks immer dabei :-)






Verleimt. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


Es kommen 35 mm Topfbänder zum Einsatz.
Hier sieht man schön das Verpackungssperrholz.
In der Werkstatt stört das nicht.



Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Übung.

Wer rastet der rostet :-)


Ich hoffe Euch hat der Beitrag gefallen.
Bis demnächst,

es grüßt herzlich

Andi - Alwaysworkingman

Kommentare:

  1. Vorbildlich umgesetzter Rahmen! So ein Kurs bei Heiko ist halt einfach unverzichtbar - das hat mich auch sehr weitergebracht.

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    1. Hallo Wolfram,

      ich hoffe ich kann mir dieses Jahr wieder einen Kurs gönnen. Man geht lockerer an Themen ran.

      Theorie ist das eine, machen das andere :-)

      Gruß Andi

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  2. Hallo Andi?
    ist doch sehr schön geworden. Hast du die Füllung verleimt oder nur eingesteckt?
    Gruß achim

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    1. Hallo Achim,

      da das Sperrholz ja nicht mehr "geht" habe ich ein wenig Leim rein gemacht. Das erhöht die Stabilität im Rahmen. Die 6 mm sind schon ziemlich dünn für die Füllung. Die Tür ist federleicht :-) In der Werkstatt okay, im Möbelbau würde ich schon etwas stärkeres nehmen.

      Aber es funktioniert sehr gut.

      Gruß Andi

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  3. Hallo Andi,
    finde ich gut, solche Übungen. Mach ich auch oft mit Werkstatt-Möbeln oder anderen Ausstattungen, da ist man weniger genervt, wenn es nicht gleich so klappt wie geplant. Deine Tür ist schön geworden – und ich dachte gleich wieder: „Ah – so ein Frästisch …“ ;-) Aber alles zu seiner Zeit.

    Danke fürs Teilen.
    Herzliche Grüße,
    Andreas
    http://holzhandwerk.andreas-kalt.de

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    1. Hallo Andreas,

      Das mit dem Frästisch ist der Hammer. Nach der TKS die wichtigste Einrichtung. Und auch echt einfach zu machen eigentlich. Aber ich habs auch ewig vor mir hergeschoben

      Gruß Andi

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