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Freitag, 26. Februar 2016

"Dat sieht doch nich aus" - Büro Allrounder Teil 1

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wie der Titel schon sagt: "Dat sieht doch nich aus" (Ruhrpott Slang)



Letztes Jahr wurde ein Multifunktions Lasergerät fürs Büro angeschafft. Wie so oft im Leben wurde es "Hoppla Hopp" auf diese IKEA 9,- € Tischen gestellt. Selbstverständlich mit dem Plan, das sehr zeitnah zu ändern.

Der Plan zog sich jetzt aber 8 Monate hin :-) Zu viele Projekte und andere Prioritäten. Das Büro ist ja auch sehr geduldig.

Die letzten 2 Monate konnte ich diesen Zustand aber nicht mehr sehen.

Es muss eine Lösung her. Wie immer bei mir:
"WollMilchSau" wäre gut. Also ging es ans planen.











  • Schubladen für Papier und "Gedöhns" wären gut.
  • Ach ja, wenn ich schon dran bin, der Subwoofer und der Hifi Verstärker für die PC Soundanlage sollten auch Platz finden.


Damit der finanzielle Rahmen in Anbetracht des Nutzens im Büro nicht gesprengt würde, entschied ich mich für "schlichte Fichte".  Die Ausführung ist sehr stark in Anlehnung an dieses Schuhschrank Projekt aus 2013.


Da das Schränkchen jetzt keine bahnbrechenden Unterschiede meiner Techniken beim Bau erfordert, werde ich das ganze auch nicht in einer Schritt für Schritt Anleitung schildern, sondern nur Momentaufnahmen beim Bau zeigen.




Aller Anfang ist eine Zeichnung und der Zuschnitt.




















Zunächst einmal wurden alle Flachdübelverbindungen gefräst.

















Provisorisch zusammen gesteckt.

Alles passt. Bei vielen Flachdübelfräsungen kann ja auch schon mal was schiefgehen. Das merke ich lieber vor dem verleimen.










Fräsen der Rückwandnut

Auf dieses Thema gehe ich etwas näher ein.

Sperrholzplatten zum Beispiel haben immer eine gewisse Toleranz und sind nie exakt 6 mm stark.
Daher empfiehlt es sich, die Rückwände oder Schubladenböden um ein paar 10tel "abzublatten" um beim Montieren keine Spannungen in die Nut zu bekommen.

Ich habe aber keinen Abblattfräser / Scheibenuter. Also muss ich die Nut etwas größer machen.

Das geht auf dem Frästisch sehr einfach.

Um nun die Nut ein paar 10tel breiter zu bekommen, arbeitet man am Frästisch am besten mit Anschlägen. Anschläge sind das halbe Leben und sparen einem schwieriges Messen und verstellen mit dem Messschieber.


Zunächst einmal fräst man die Nut in der gewünschten Tiefe und Abstand mit einem 6 mm Fräser.

Dann bringe ich bei festgespanntem Anschlag hinten mittels Schraubzwingen zwei Hilfsanschläge (zwei Reste aus der Kiste) bündig an den Anschlag und spanne diese fest.











Nun kann man den Fräsanschlag lösen und in meinem Fall habe ich zwei Kartonabfälle zwischen Anschlag und Hilfsanschlag geschoben.

Fräsanschlag wieder festziehen und so hat man den Anschlag genau um die Dicke des Kartons verschoben.(in diesem Fall 6 Zehntel)







Ergebnis: die Nut ist exakt 6 Zehntel breiter. Die Sperrholz Rückwand lässt sich nun sehr gut einschieben.



Verleimen:



Auch wenn es wahrscheinlich langweilt. Aber meine Verleim-Methode ist immer dieselbe:

Alles penibel hinrichten und dann:

Ruhe, Ruhe, Ruhe .......

















Nach dem verleimen wurde der Korpus mit Clou Lacklasur in weiß behandelt. Ich mag diese Lasur. Die Verarbeitung funktioniert tadellos und sie ist lösemittelfrei.








Nach dem aushobeln der Einzelteile  der Schubladen wurden alle Fräsungen angebracht. Auch hier wurde die Nut für den Boden etwas verbreitert.

Die 17 mm Nut habe ich mittels 17 mm Nutfräser erstellt.







Desaster und vorzeitiges Ende



Das Gehäuse Unterteil ist gerissen und total deforniert. Der Fräser streift am Gehäuse.


Beim fräsen der Flachdübel für die Schubladen ist in einem unachtsamen Moment meine Flachdübelfräse von der Werkbank gefallen.

Der Sturz war eigentlich nicht spektakulär und wurde auch durch den Saugschlauch abgebremst. Nach dem aufnehmen erfasst mich trotzdem "kaltes Entsetzen"


"Oh Nein, Kapott" gellt ein Schrei durch die Werkstatt gefolgt von Unzähligen Kraftausdrücken und nicht von 100 Avemarien :-)

Durch die Kopflast der Maschine empfiehlt es sich, sehr sorgsam mit seiner Flachdübelfräse umzugehen. Weil ein Sturz ist meist immer Kopf voraus, sozusagen. Die Makita scheint da keinerlei Gegenwehr in der Konstruktion eingeplant zu haben.



Wie es mit dieser Maschine weiter geht und das fertige Schränkchen seht Ihr im nächsten Teil. Ich muss mich erstmal von dem Schock erholen.



Bis dahin,

es grüßt herzlich,

Andi - Alwaysworkingman

Hier geht es weiter zu Teil 2

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