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Donnerstag, 31. Januar 2019

"En scharfet Messer und en Brett" - Schneidbrett Workshop

Hallo Leute,

wer kennt diesen Spruch vom YouTube Kanal "Klaus grillt" nicht ?

"Allet wat Ihr zum grillen braucht is en Grill, en scharfet Messer und en Brett" 
(Dialekt: Berlin)

Schneidebretter gibt es ja wie Sand am Meer. Dick, Dünn, Holz, Plaste ....... aber so ein

"richtiges Männerbrett", da muss man schon suchen und richtig löhnen.

Und sowieso gehört sowas auch im Schweiße seines Angesichts selber gemacht um den Wert zu schätzen.

Der Mann meiner Cousine kam für "dieses Brett" extra für 4 Tage zum "Schneidbrett Workshop" zu mir in den Schwarzwald gefahren.







Wie immer bei so Projekten:

Am Anfang war das Holz und das Holz ist gut ........

Ein guter Freund von mir hat eine Stuhlbein Manufaktur im Schwarzwald und hat mir mal einen Karton Abfall mit gebracht.

Das sind Abschnitte aus Buche, Eiche und Ami Nussbaum. Alle wunderbar trocken und so ziemlich Maßhaltig. 75 mm x 75 mm.



Um die Stücke auf Breite zu verleimen müssen sie zunächst einmal abgerichtet werden und verleimt werden.






Es wurden immer 3 Abschnitte zueinander abgerichtet, weil diese nachher auch durch den Dickenhobel wieder passen.







Zum Einsatz kamen "alle Zwingen " die wir gefunden haben. Zum Verleimen kam Titebond Ulltimate II Wasserfest zum Einsatz. Dieser Ami Leim ist von der Farbe her cremig braun und sehr dünn flüssig. (und teuer)

Zu dünn flüssig für meinen Geschmack ..... tropft wie Sau ! Siehe auf dem Bild.
Härtet aber schön dünn und cremig braun aus.



Um die Wartezeit zu überbrücken haben wir hier noch ein paar Servierbretter gemacht aus einem Potpourri aus Birne, Kirsche Mahagoni, Ahorn, Buche.






Jetzt aber wieder zurück zum "Männerbrett"



Nach dem der Leim trocken war, wurden wieder 8 cm breite Streifen geschnitten und umgedreht.

Das Holz wird dann wieder verleimt mit dem Hirnholz nach oben. Trotz meiner sehr kräftigen Kreissäge gab es Brandspuren. Aber die PK250 mit 4,2 KW hat alles in allem das Holz ohne Probleme getrennt.



Eine kleine Montagesäge alla GTS10 hätte hier wahrscheinlich die Flügel gestreckt oder zwischendrin wegen Überhitzung abgeschaltet.







Nachdem die Stirnholzseiten gehobelt wurden haben wir die zwei Hälften mittels Lamellos miteinander verleimt. Die Lamellos dienen lediglich dazu, das die Hälften fluchten Konstruktiv haben die Lamellos keine Bewandtnis.


Vorsicht, ich habe eine Abnahme von 1/10 eingestellt gehabt und es hat trotzdem gerupft wie Sau !

Auch hier wäre mir ein Montage Dickenhobel wahrscheinlich um die Ohren geflogen oder durch den Raum gewandert.

Besser wäre sicherlich die Methode mit der OF. (Einfach mal im Youtube googeln)


Hier kam Zusammen was Zusammen gehört. Gewicht schätze ich mal 5 - 8 kg.






Das Brett wurde dann bis 320 geschliffen und mit einem veganen Holzmineralöl versiegelt.






So, anbei noch ein paar Woodporn Bilder.


Ein "Grill Beistell und Zubereitungswagen, der keine Wünsche offen lässt. (Gebaut von Christian D.)






So Ihr Lieben, das war's. 

Nun wartet das Brett auf seinen ersten, offiziellen öffentlichen Einsatz.

Das wird hart, dort die ersten Macken und den Fleischsaft drauf rum sabbern zu lassen.

Eigentlich zu schade für ein Scheidbrett :-)


Bis demnächst,
Gruß Andi - Alwaysworkingman




















1 Kommentar:

  1. Hallo Andy,erst nochmal Danke, das du sofort Bock hattest,das Brett mit mir zu bauen.Ich hatte ja so meine Vorstellung aber das Ergebniss hat es um ein vielfaches übertroffen. Das hat echt super viel Spaß gemacht und ich freu mich schon auf den ersten Einsatz. Du hast natürlich recht,das es eigentlich zu schade ist,aber dann komm ich einfach zum "Instandsetzungs Workshop".�� Ich hoffe das du noch viele deiner Ideen hier zeigst. Gruß Christian

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Danke, Ihr Kommentar wird noch moderiert. Danke.